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Elly-Heuss-Knapp-Schule : Alternativen zu Rüstung und Krieg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

120 Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule setzten sich am Antikriegstag mit der Thematik auseinander und suchten nach Lösungen.

von
erstellt am 02.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Neumünster | Was sind die Ursachen für Kriege in der Welt? Gibt es die Möglichkeit, Frieden zu schaffen? Und wie gehen wir mit der aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland um? Das waren nur drei der zahlreichen Fragen, mit denen sich rund 120 Elly-Heuss-Knapp-Schüler gestern passend zum Antikriegstag auseinandersetzten.

Initiiert wurde die Aktion von Schulleiter Jörg Leppin und dem Vorstandsmitglied des DGB-Stadtverbands Christof Ostheimer. „Im vergangenen Jahr haben wir 500 blaue Luftballons mit dem Symbol der Friedenstaube in den Himmel steigen lassen, diesmal wollten wir thematisch einsteigen und weiter in die Tiefe gehen“, erklärte Leppin.

In sechs Arbeitsgruppen befassten sich die Oberstufenschüler des 12. und 13. Jahrgangs mit Fragen zu Kriegsursachen, Abrüstung und gewaltfreien Konfliktlösungen. Zuvor hatten der Historiker und Kieler Friedensaktivist Lorenz Gösta Beutin und Richard Klasen, Projektkoordinator beim „Forum Ziviler Friedensdienst“ in Köln, die Schüler mit gezielten Referaten an die Thematik herangeführt. Die Ausarbeitung innerhalb der Gruppen lag danach allein in der Hand der Schüler. „Die Lehrer, die die Workshops geleitet haben, hatten Material vorbereitet, doch die Teilnehmer wollten lieber selbst recherchieren und haben sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Uns war wichtig, die Schüler für das Thema zu sensibilisieren“, sagte Jörg Leppin.

Dieser Aspekt war auch für Christof Ostheimer von besonderer Bedeutung: „Kriege sind nur scheinbar weit weg. Die Auswirkungen bekommen wir alle zu spüren, beispielsweise durch die Flüchtlinge. Es ist wichtig, dass die Schüler eine Haltung entwickeln und dafür einstehen.“

Die Teilnehmer waren am Ende des Tages nicht nur stolz auf ihre Ergebnisse, sondern auch begeistert von dem Projekt. „Dieser Tag hat uns allen einen ganz neuen Denkanstoß gegeben. Ich habe mich zwar vorher schon mit der Thematik befasst, aber in einem so großen Rahmen konnte man ganz neue Aspekte beleuchten“, sagte Jana Kropp.

Ruven Klunk blieb vor allem ein Aspekt des Tages nachhaltig im Gedächtnis. „Einer der externen Referenten hat in seinem Vortrag angeregt, nicht von Flüchtlingen, sondern stattdessen von Heimatvertriebenen zu sprechen. Das halte ich für eine gute Idee, weil damit verdeutlicht wird, dass es sich um Menschen handelt, die ihr Zuhause, ihre Familie und mitunter ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben.“

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