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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 12:12 Uhr

Aukrug : Alte Ziegelei: Gutachten ist positiv

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Bodenbelastung ist okay, und der Baustart rückt näher.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 07:00 Uhr

Aukrug | Die gute Nachricht vorweg: Vor neun Tagen erreichte die Aukruger Gemeindevertreter das Ergebnis des Gutachtens für das Gebiet Alte Ziegelei: Die Verunreinigung im Boden auf dem Grundstück ist nicht besorgniserregend. Damit dürfte dem Bau der Seniorenwohnanlage nichts mehr im Wege stehen.

Noch im Herbst vergangenen Jahres stand das Projekt „Wohnanlage“ auf der Kippe. Die Untere Bodenschutzbehörde hatte das 9000 Quadratmeter große Areal als Altlasten-Verdachtsfläche eingestuft und eine Grundwasseruntersuchung eingefordert (der Courier berichtete). „Nach den Ergebnissen des Gutachtens rechnen wir jetzt mit einer positiver Stellungnahme der Behörde“, meinte Joachim Rehder. Dem Bebauungsplan Nr. 27 „Wohnanlage Alte Ziegelei“ stünde dann nichts mehr im Wege, die Bauleitplanung sei abgeschlossen und müsse nun von der Gemeinde abgenommen werden.

Einen Zeitplan für den Bau der 28 seniorengerechten Komfortwohnungen gebe es noch nicht, informierte der Bauausschussvorsitzende die Ausschussmitglieder und die zehn Gäste während der Sitzung am Montagabend. Weiterhin für Aufregung sorgt die Straßenausbausatzung. Bisher galt: Wer zum Zeitpunkt der Arbeiten in der Straße Grundstückseigentümer ist, wird zur Kasse gebeten – in welcher Höhe, das wird im Ortsparlament entschieden. Alternativ ist eine Bürgerbeteiligung im Gespräch, nach der alle Aukruger über einen bestimmten Zeitraum eine jährliche Ausbauabgabe zahlen, die als Gesamtbetrag ausschließlich zum Ausbau von vorher festgelegten Straßen ausgezahlt wird. Die Höhe der Abgabe würde sich nach den jeweilig angepeilten Projekten richten. „Wir können zu diesem Thema heute keine Beschlüsse fassen“, stellte Rehder fest. „Gerade für Aukrug mit seinen verschiedenen Ortsteilen muss man im Vorwege eine Bürgerbefragung durchführen“, so der 1. stellvertretende Bürgermeister weiter. Erst danach könne es zu politischen Entscheidungen der Gemeindevertreter kommen, die für alle Bürger tragbar seien.

Die Vertreter des Haupt- und Finanzausschusses legten ihre erste Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2015 dar. „Die beabsichtigten Investitionen der Gemeinde (unter anderem der Umbau des ehemaligen Amtsgebäudes zur Tagespflegeeinrichtung) machen bereits Anfang des Jahres eine Nachtragsplanung erforderlich“, heißt es in der Beschlussvorlage. Der Gesamtbetrag der Kredite für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen werde von 444 000 auf 840 000 Euro erhöht. Diese Empfehlung an die Gemeindevertretung wurde von den Ausschussmitgliedern mit 7 zu 1 Stimmen angenommen.

Auf Unmut bei den Ausschussmitgliedern stieß jedoch das „Beteiligungsverfahren zum Maßnahmenplan Barrierefreiheit“. Hiernach sollen bis zum 1. Januar 2022 sämtlich Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) barrierefrei zugänglich sein. „Wir haben zurzeit 22 Haltestellen in der Gemeinde. Sie alle umzubauen, würde unseren finanziellen Rahmen sprengen“, sagte Rehder. Die Folge wäre eine Schließung vieler Haltestellen und „das kann nicht im Sinne des ÖPNV sein“, waren sich die Mitglieder einig. Eine Klage gegen das Verfahren wurde nicht ausgeschlossen. 



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