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Holsteinischer Courier

20. Oktober 2017 | 22:13 Uhr

Konzert : Alte Tradition lebte wieder auf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Bach-Chor ließ gemeinsam mit dem neu gegründeten Kinderchor II des Bach-Ensembles in der Vicelinkirche die Neumünsteraner Tradition des Quempas-Singens wieder aufleben.

In festlicher Stimmung genossen rund 600 kleine und große Besucher am Sonntagabend das Adventskonzert in der Vicelinkirche.

Unter der Leitung von Kantor Karsten Lüdtke ließ dabei der Bach-Chor Neumünster gemeinsam mit dem neu gegründeten Kinderchor II des Bach-Ensembles die schöne Neumünsteraner Tradition des Quempas-Singens wieder aufleben.

Der Aufführung des „Quempas“, dem Wechselgesang zwischen einstimmigem Kinderchor und gemischtem Chor, lauschten die Neumünsteraner viele Jahre unter der Leitung von Karlheinz Grube, der den städtischen Kinderchor von 1958 bis 1992 leitete.

Am Sonntag nun war dieses schöne Klangbild mit dem Satz „Den die Hirten lobeten sehre“ (Quem pastores laudavere) von Michael Pretorius (1571 - 1621) endlich einmal wieder zu hören. Und das Publikum war denn auch sichtlich berührt von den Kinderstimmen, die in der Kirche eine ganz besondere Atmosphäre entstehen ließen.

Kantor Karsten Lüdtke, der immer wieder von der Orgelempore zum Dirigieren in den Kirchenraum herunter- und wieder hinaufsprintete, trug Orgelwerke von Dietrich Buxtehude (1637 – 1707) und Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) vor, darunter Buxtehudes Präludium D-Dur (WV 139) sowie „Nun komm der Heiden Heiland“ von Bach (WV 659). Auch bei seinem exzellenten Spiel sah man viele glänzende Augen in den Gesichtern der Zuhörer.

Neben diesen Höhepunkten interpretierte der große, vierstimmige Bach-Chor außerdem zahlreiche deutsche Klassiker des A-cappella-Repertoires zu Advent und Weihnachten.

Zu hören waren Chorsätze von Johann Eccard (1553 – 1611) „Übers Gebirg Maria ging“, Lucas Osiander (1534 – 1604) „Nun komm der Heiden Heiland“ und wiederum Michael Prätorius, mit dessen „In dulci jubilo“ das Konzert dann auch im wahrsten Sinne des Wortes für alle Beteiligten jubilierend zu Ende ging.

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