Alte Post wieder ohne Passage

Für den Umbau in eine moderne Einkaufspassage wurden 1989 die hinteren Gebäude des Postamtes am Großflecken abgerissen. In den längs und quer stehenden Häusern befand sich viele Jahrzehnte lang unter anderem das Fernmeldeamt der Stadt.
Für den Umbau in eine moderne Einkaufspassage wurden 1989 die hinteren Gebäude des Postamtes am Großflecken abgerissen. In den längs und quer stehenden Häusern befand sich viele Jahrzehnte lang unter anderem das Fernmeldeamt der Stadt.

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22. Juli 2015, 13:35 Uhr

Von der Großfleckenseite aus ist noch nicht viel zu sehen, aber hinter der Bauverkleidung im Zugang zur Post-Passage hat sich in den vergangenen Wochen viel getan. Die einstige Passage ist inzwischen komplett entkernt, derzeit wird des Dach des langen, straßenabgewandten Anbaus neu eingedeckt.

Der Handelskonzern Rewe baut das Gebäude in Abstimmung mit dem Wittorfer Eigentümer Dieter Warda derzeit mit Millionenaufwand zu einem neuen Lebensmittelmarkt im Stadtzentrum um (der Courier berichtete). Der Markt mit rund 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche will möglichst noch vor Eröffnung der Holsten-Galerie (geplant 15. Oktober) an den Start gehen.

Das Konzept der kleinen Geschäftspassage habe sich spätestens nach der Entscheidung der Stadt für die Holsten-Galerie überholt, begründete der Boostedter Projektentwickler Philipp Hennemann die Entscheidung für den neuerlichen Umbau.

Die Alte Post aus der Kaiserzeit war 1989 zur Einkaufspassage umgebaut worden. Dazu mussten auch die im Laufe der Jahre nach und nach errichteten Anbauten im hinteren Bereich des Hauptgebäudes weichen. In den längs und quer stehenden Häusern befand sich über viele Jahrzehnte unter anderem das Fernmeldeamt der Stadt.

Die erste Stadtfernsprecheinrichtung in Neumünster war am 1. Dezember 1888 in Betrieb genommen worden. Über die Vorarbeiten, die diesem bedeutenden Ereignis vorangingen, berichtete der „Holsteinische Courier“ am 24. November 1888: „Das erste Telefongespräch in unserer Stadt hat am gestrigen Freitag, nachmittags kurz nach 4.30 Uhr, stattgefunden. Die Redaktion des Holsteinischen Couriers hatte die Ehre, dieses erste lokale Telephongespräch mit dem Herrn Obertelegraphen-Assistenten Richter aus Kiel, dem Hersteller der Telephonanlage, führen zu dürfen.“

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