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Holsteinischer Courier

18. Dezember 2017 | 12:16 Uhr

Konzertabend : Alte Meister in neuen Gewändern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Salt Peanuts“ und Ulrich Grode präsentierten den „Nussknacker“ in Einfeld / Rund 100 Besucher lauschten der Big Band der Lübecker Hochschulen

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Peter Tschaikowski, E.T.A. Hoffmann, Duke Ellington, Ulrich Grode, die Musiker von „Salt Peanuts“ und der „Nussknacker“ – so illustrer waren die Protagonisten am Freitagabend in der Einfelder Alexander-von-Humboldt-Schule vertreten. Hoffmann lieferte 1826 die Geschichte, Grode übersetzte sie in die Gegenwart, Tschaikowski nutzte das Märchen 1892 als Inspirationsquelle für seine berühmte „Nussknackersuite“ und Ellington arrangierte den Welthit 1960 für seine Big Band. Und eben dieses Arrangement gab den Anlass für den außergewöhnlichen Konzertabend „Der Nussknacker & Christmas Carols“ mit 100 Zuhörern.

Geladen hatte die Big Band der Lübecker Hochschulen unter der Leitung von Jan-Christoph Mohr. „Salt Peanuts“, wie die Band sich nennt, gelang es nicht nur, die farbenreiche Partitur von Duke Ellington und seinem Mitstreiter Billy Strayhorn mit allen Raffinessen wiederzugeben, Mohr hatte zudem die ebenso einfache, wie geniale Idee, nach jedem der neun Stücke, Auszüge aus dem Nussknacker-Märchen vorlesen zu lassen.

„Anfangs hatten wir an einen Schauspieler gedacht“, beschreibt der Einfelder Musiker die Idee, „doch dann fiel mir mein alter Lehrer Ulrich Grode ein.“ Grode war sofort Feuer und Flamme und schrieb in Anlehnung an E.T.A. Hoffmanns Original einen Text mit vielen Bezügen zur Gegenwart. Mohr löste daraufhin die Tänze der „Nutcracker Suite“ aus ihrer ursprünglichen Reihenfolge und ordnete sie in der jeweiligen Stimmung des Textes an.

Was die zwanzig Musiker der „Salt Peanuts“ auf der Bühne der Humboldt-Schule an Klangerlebnissen boten, zeugte von hoher Spielkunst. Gestopfte Posaunen waren da ebenso zu erleben, wie die selten zu hörende Bassklarinette. Hervorragende Soli, insbesondere durch den Klarinettisten Jörg Peltzer, und das gekonnte Wechselspiel zwischen einzelnen Instrumentengruppen entlockten dem Publikum immer wieder begeisterten Zwischenapplaus. Eine Stunde dauerte die musikalische Geschichte rund um den Nussknacker.

Nach der Pause gab es Weihnachtslieder in Big Band-Manier. Und hier konnten die „Salt Peanuts“ noch einmal in voller Klangbreite zeigen, was in ihnen steckt. In süffigen Arrangements, zum Teil von Jan-Christoph Mohr, bewiesen die Musiker ihr präzises Timing und ihre Spielfreude.

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