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Alte Liste der Grünen ließ die Wahl platzen

vom

Beirat Brachenfeld-Ruthenberg: Pastor kannte Empfehlung der Grünen nicht

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Neumünster | Brachenfeld-Ruthenberg hätte womöglich einen anderen Stadtteilvorsteher erhalten, wenn die E-Mail-Listen der Grünen aktuell gewesen wären. "Wir hatten im Vorfeld eine Empfehlung für Gerd Kühl von der CDU ausgesprochen, aber Tobias Gottesleben ist kein Mitglied der Partei und war in unserem Mail-Verteiler noch nicht drin. Er konnte das also nicht wissen", teilte gestern der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Thomas Krampfer, mit.

Die Stimme von Gottesleben als bürgerschaftliches Mitglied hatte am Mittwoch abend den Ausschlag für Uwe Holtz (SPD) gegeben. Da raufhin hatte Gerd Kühl heftig protestiert und das Amt für sich beansprucht (der Courier berichtete).

Krampfer räumte ein "Kommunikationsproblem" ein, aber dennoch sei die Entscheidung von Tobias Gottesleben völlig in Ordnung. "Niemand wird bei uns gezwungen, jemanden zu wählen. Jeder ist autonom und hat eine freie Wahlentscheidung", betonte Krampfer.

Die CDU verteidigte gestern das forsche Auftreten von Gerd Kühl im Beirat. "Er ist sehr hoffnungsvoll in die Sitzung gegangen und war dann einfach enttäuscht. Als gradliniger, direkter Mensch hat er sich eben so geäußert", sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Babett Schwede-Oldehus. Sie hätte sich vorab ein Gespräch der neuen Beiratsmitglieder gewünscht, um offene Fragen zu klären. "So war das in der Öffentlichkeit natürlich eine unschöne Situation", sagte Schwede-Oldehus, die bei der Sitzung anwesend war. Die Arbeit sieht sie aber nicht gefährdet: "Gewitter reinigen die Luft. Jetzt packen alle an."

SPD-Fraktions-Vize Axel Westphal erklärte gestern, man habe in interfraktionellen Gesprächen zwar über die Besetzung von Ausschüssen geredet, aber: "Die Stadtteilbeiräte waren ausgeschlossen, weil das die Mitglieder vor Ort besser entscheiden können." Nun sei die Wahl gelaufen, das müsse auch die CDU akzeptieren: "Der Kandidat mit den meisten Stimmen ist in einer Demokratie eben gewählt."

Probleme in weiteren Beiräten sieht dennoch keiner der Beteiligten. Als nächstes sind Einfeld am Dienstag und Tungendorf am Mittwoch dran.

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