Neumünster in Schwarz-Weiss : Als die Stadt noch von Amts wegen Blumen züchtete

Arbeiten in den Teichuferanlagen 1958: Rechts ist das Kaufhaus Hertie (heute Karstadt) zu sehen, hinten die Kieler Brücke mit dem Café Bracker. Heute ist dort Bäcker Günther und Rancho Grande.
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Arbeiten in den Teichuferanlagen 1958: Rechts ist das Kaufhaus Hertie (heute Karstadt) zu sehen, hinten die Kieler Brücke mit dem Café Bracker. Heute ist dort Bäcker Günther und Rancho Grande.

In der Stadtgärtnerei am Nachtredder wurden sämtliche Pflanzen für die öffentlichen Grünanlagen gezogen.

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22. Februar 2016, 15:00 Uhr

Neumünster | Noch herrscht tiefer Winter, doch in wenigen Wochen werden die Stadtgärtner vom Technischen Betriebszentrum wieder ausrücken, um Neumünsters Grünflächen herzurichten und zu bepflanzen. Das war früher nicht anders, wie historische Fotoaufnahmen aus den 1940er- bis 1960er-Jahren zeigen.

Die Aufnahmen aus dem Familienalbum stellte Uwe Rix (76) aus Tungendorf zur Verfügung. Sie zeigen seinen Vater Hans Rix bei der Arbeit, der bis 1960 Vorarbeiter in der Stadtgärtnerei war. Die war mit ihren Freibeeten und Gewächshäusern bis zum Ende der 1990er-Jahre am Nachtredder/Sauerbruchstraße in der Gartenstadt.

Der heutige Fachdienst 60 mit den Ressorts Gebäudewirtschaft, Tiefbau und Grünflächen hieß damals nicht Fachdienst, sondern war das Grünflächenamt. Heute sind die Verwaltung und Unterhaltung der Grünflächen organisatorisch getrennt.

Und es gibt keine eigene Stadtgärtnerei zur Pflanzenvorzucht mehr. „Heute bezieht die Stadt ihre Pflanzen und Blumen über den Großhandel. So viele Pflanzen kann man gar nicht selbst wirtschaftlich produzieren“, sagt Claus-Peter Hillebrand. Er leitete bis 2002 den Fachdienst Grünflächen und ist heute Abteilungsleiter der Zentralen Gebäudewirtschaft. Die Anbauflächen für die Sommerblumen waren am Nachtredder zuerst stillgelegt worden. Dann hatten die Gewächshäuser ausgedient. Die Stadt verkaufte das Areal, das zum neuen Wohngebiet Mildred-Scheel-Straße wurde.

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