Historische Fotos : Als die Fußgänger noch unter dem Großflecken spazieren gingen

Auf dem Zob (im Vordergrund) und am Eingang der Lütjenstraße sind zwei der Zugänge zum Fußgängertunnel zu sehen.
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Auf dem Zob (im Vordergrund) und am Eingang der Lütjenstraße sind zwei der Zugänge zum Fußgängertunnel zu sehen.

In den 1980er-Jahren gab es noch den Fußgängertunnel

shz.de von
22. Juli 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Neumünster in Schwarz-Weiß: Aus der Vogelperspektive sind Mitte der 1980er-Jahre diese Foto entstanden, die den Großflecken mit seinen markanten Häusern auf der westlichen Seite in Höhe des Eingangsbereiches zur Lütjenstraße zeigen. Der weit über die Vicelinkirche reichende Blick bot sich vom Dach des Eckhauses Großflecken/Holstenstraße aus.

Deutlich zu erkennen sind (auf dem Foto rechts) zwei der Zugänge zum damals noch vorhandenen Fußgängertunnel, der 20 Jahre lang zur Innenstadt gehörte. Der rund 100 Meter lange Tunnel unter dem Großflecken zwischen Holstenstraße und Lütjenstraße war im Mai 1968 für den „Fußgängerverkehr“ freigegeben worden.

Zu diesem Zeitpunkt war auf dem Großflecken (damals gleichzeitig Bundesstraße 4 und Europastraße 3) noch der Zentrale Omnibusbahnhof (Zob) zwischen den westlichen und östlichen Fahrbahnen angesiedelt.

In den 80er-Jahren fuhren rund 30 000 Fahrzeuge täglich über den Platz. Diesem steigenden Verkehrsaufkommen sollte der Tunnel mit seinen drei Zugängen (Lütjenstraße, Holstenstraße und Zob) Rechnung tragen und den Passanten ein gefahrloses Überqueren der Fahrbahnen ermöglichen.

Die Kosten für den Tunnel lagen bei 650 000 Mark. Neumünsters damaliger Stadtbaurat Hans Rudolph meinte zur Einweihung: „Hier ist für die Zukunft gebaut worden!“ Die allerdings präsentierte zwei Jahrzehnte später ganz neue Ideen für die Innenstadt: 1988 wurde der Tunnel zugeschüttet, um den ganzen Platz in seine heutige Form umzubauen.

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