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Vorbereitungen auf das Fest : Alle Jahre wieder gibt ’s den Tannenbaum

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Preise für Nordmanntannen sind stabil geblieben. Die Bäume müssen sich im Wohnzimmer erst akklimatisieren

shz.de von
erstellt am 15.Dez.2013 | 07:00 Uhr

„Du weißt ja, nicht zu groß. So etwa 1,80 Meter darf er haben.“ Die Wünsche einiger Stammkunden für den Weihnachtsbaum sind für Sönke Blöcker aus Grashorst in Schillsdorf nicht neu. Während von der Diele des Hofes der Duft von wärmendem weihnachtlichen Punsch nach draußen zieht, wird vor der Tür der richtige Baum zunächst von manchem verzweifelt Suchendem gedreht, gewendet und jeder Ast geprüft. Das kennt auch Landwirt Tim Kruse aus Bönebüttel. Bis Heiligabend dreht sich alles um das schönste Exemplar in den Reihen der Bäume aus heimischem Revier. „Das ist etwas, was die Bäume auszeichnet“, sagt Kruse.

Wie auf dem Hof Blöcker stammen auch die Bönebütteler Bäume aus dem nahen Kühren bei Depenau und aus Dobersdorf. Klassische Tannenbäume sind das heute allerdings nicht mehr. Vor 50 Jahren hat die gute alte Fichte das Bild in den festlich geschmückten Wohnzimmern geprägt und dort ihren Duft von Weihnachten verbreitet. Einige Edeltannen haben sich nach und nach dazwischen geschummelt, aber auch die sind heute kaum mehr gefragt, wissen Blöcker und Kruse. Heute ist die ursprünglich im nördlichen Kaukasus beheimatete Nordmanntanne (Abies Nordmannia) die Diva unter den Weihnachtsbäumen. Nicht ganz so klassisch nach Weihnachten duftend, dafür aber mit geradem Wuchs und schönen ringförmigen Astanlagen, hat die Nordmanntanne das Rennen gemacht. Die gute Nachricht für die Käufer: Die Preise sind stabil geblieben und liegen bei 20 Euro pro laufendem Meter für Erste- Wahl-Bäume. Damit liegen die Qualitätsbäume zwar über den Angebotspreisen, wissen Blöcker und Kruse, dafür komme aber auch wie bei vielen Anbietern rund um Neumünster erste Ware ins Haus.

Damit die ihre Pracht auch bestens entfalten können, sollten die Bäume zu Hause aus dem Netz genommen werden. Ein geschützter Platz auf Terrasse oder Balkon, vorzugsweise in einem Eimer mit feuchtem Sand und drinnen auch ein Ständer mit Wasserbehälter helfen, die grüne Pracht lange zu erhalten. „Außerdem sollte der Baum einen Tag Zeit haben, sich im Haus zu akklimatisieren“, sagt Kruse. So richtig los geht es auf den Höfen im Schillsdorfer Grashorst und in Bönebüttel im Bönebütteler Ring am dritten Advent und dann bis Heiligabend.

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