Wirtschaft in Neumünster : Alle Flächen für Gewerbe sind gefragt

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Neumünster profitiert von zehn Jahren Städteverbund Nordgate / Ergebnisse der Hotelstudie im Herbst erwartet

shz.de von
04. Juni 2018, 08:00 Uhr

Neumünster | Dr. Olaf Tauras war schon damals optimistisch: „Die Region ist zentrales Drehkreuz für schnellen Warenumschlag in Norddeutschland, nach Skandinavien und über den Flughafen Hamburg auch weltweit“, sagte er bei der Gründung von Nordgate im Januar 2008 als Chef der Wirtschaftsagentur. Nun feiert das Städtebündnis mit Bad Bramstedt, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Quickborn und Norderstedt entlang der A 7 Geburtstag und Tauras’ Nachfolgerin Iris Meyer zieht eine hervorragende Bilanz: „Wir profitieren sehr von der Kooperation.“

Zentrale Aufgabe ist die Vermarktung von Gewerbeflächen in allen Lagen, Größen und Preisklassen. Nordgate möchte Unternehmern und Investoren den idealen Zugang zur Metropolregion Hamburg bieten. Eine Million Quadratmeter verfügbares Areal stünden in den sechs Kommunen noch zur Verfügung, in Neumünster sind dies vor allem Bereiche im Industriegebiet Süd (8,78 Hektar erschlossen, knapp 16 in der Erschließung) und im Gewerbepark Eichhof (27,9 Hektar) sowie im Log-In Technologiepark (2,16 Hektar). Das Gewerbegebiet Schwarzer Weg ist mittlerweile voll, in der Freesenburg stehen nur noch 1,38 Hektar auf vier Teilstücken zur Verfügung. „Es gibt so gut wie keine Fläche, für die es keinen Interessenten gibt. Bei einigen sind wir auch schon in Verhandlungen“, sagt Iris Meyer. Doch diese zögen sich manchmal länger hin. So laufen Gespräche mit der Spedition Dachser und dem Konzern Nuuvera, der im Industriegebiet Süd möglicherweise Cannabis zu medizinischen Zwecken anbauen möchte (der Courier berichtete).

Große Bedeutung kommt laut Iris Meyer daher den Erweiterungsarealen, den sogenannten Perspektivflächen, zu. Hier setzt die Wirtschaftsagentur vor allem auf das Gebiet Boostedter Straße, aber auch das Industriegebiet Süd könnte noch erweitert werden. Zudem gebe es Gespräche mit einigen Umlandgemeinden über interkommunale Gewerbegebiete. Auch diese würden dann über Nordgate vermarktet. Derzeit erstellt das Bündnis neue Werbebroschüren.

Interessant dürften auch die Ergebnisse der von der Stadt beauftragten Hotel-Studie werden. Iris Meyer: „Wir hoffen, dass diese vor der Immobilienmesse im Herbst vorliegen.“

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