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Timm-Kröger-Schule : Albig las vor – und diskutierte über Videospiele

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Ministerpräsident war am Mittwoch bei der 4a zu Besuch und las aus dem Buch „Hilfe, die Herdmanns kommen“ vor.

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2014 | 05:30 Uhr

Neumünster | Eine solche Begrüßung wünsche er sich auch von seinem Kabinett: „Guten Morgen, Herr Albig, schön dass Sie da sind“, tönte es gestern Mittag aus den Kehlen von 23 Schülern der Klasse 4a an der Timm-Kröger-Schule. Fast eine komplette Schulstunde las der Ministerpräsident den Neun- bis Elfjährigen aus dem Buch „Hilfe, die Herdmanns kommen“ vor. Die nachträgliche Aktion zum 11. bundesweiten Vorlesetag am vergangenen Freitag hatte der neue Schulrat Jan Stargardt kurzfristig festgezurrt.

Torsten Albig (51) kam direkt von der Festveranstaltung „50 Jahre Erfolgsmodell Freiwilliges Soziales Jahr“ im Kiek In (Bericht auf Seite 4) in die Grundschule. Nach dem Empfang durch Schulleiterin Martina Behm-Kresin und ihrem Stellvertreter Tim Posselt ging es in den Klassenraum der 4a, den die Schüler mit Lehrerin Bettina Lensch extra aufgeräumt und geschmückt hatten. Launig trug der Ministerpräsident das vierte und fünfte Kapitel des Jugendbuch-Klassikers über eine chaotische Familie, die ein Krippenspiel einstudiert, vor. „Das Buch habe ich schon meinen Kindern vorgelesen. Meine Frau hat es in der hinteren Ecke des Bücherregals wiedergefunden“, sagte Albig, der Vater eines Sohnes (22) und einer Tochter (17) ist. Er selbst habe zwar kein Lieblingsbuch, lese aber viel, zur Zeit ein Sachbuch über die Geschichte des Islams. „Lesen ist wichtig und Vorlesen eine schöne Sache“, konstatierte der Ministerpräsident.

Richtig lebendig wurde es im Klassenraum, nachdem er das Buch zugeklappt hatte. „Wer von Euch hat denn eine Videokonsole?“, fragte er in die Runde und traf damit den Nerv der Heranwachsenden. Fast alle Arme schnellten in die Höhe. Es begann eine Diskussion über die besten Spiele. Er selbst besitze eine Playstation 3 und liebe Sportspiele, verriet Albig: „Ich habe im vergangenen Jahr so einen Sporttest mitgemacht. Da hat mir das Programm gesagt, ich sei zu dick. Daraufhin habe ich 13 Kilo abgenommen.“ Auch die Frage nach Kriegs- und Ballerspielen stellte der Regierungschef und mahnte: „Da gibt es Geschichten, vor denen selbst ich Angst habe. Tut Euch so etwas bloß nicht an.“

Zum Abschluss gab der Ministerpräsident spontan noch Autogramme. „Ich weiß zwar nicht, wofür die gut sind, aber wenn Ihr eines eintauscht, müsst Ihr mindestens drei Autogramme von Angela Merkel bekommen“, so Albig schmunzelnd.

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