zur Navigation springen

„Demokratie stärken“ : Aktionstage förderten das Verständnis

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Veranstaltungen zum Thema „Demokratie stärken“ fanden großen Anklang. „Strom und Wasser“ begeisterten beim Abschlusskonzert.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 05:30 Uhr

Neumünster | Christine Hankel lächelt. Etwas erschöpft von zwei aufregenden Veranstaltungstagen zeigte sich die Projektleiterin der Aktionstage „Demokratie stärken“ (der Courier berichtete) sichtlich zufrieden. „Es hat alles gut geklappt, die Workshops und Filme haben großen Anklang gefunden, und die verschiedenen Referenten leisteten ausgesprochen gute Arbeit“, bilanzierte die Bordesholmerin am Freitagabend um 18 Uhr im Kiek In.

Das offizielle Programm war zu diesem Zeitpunkt beendet, nun sollte zum Abschluss der Aktionstage die Gruppe „Strom & Wasser“ spielen. Für 19 Uhr war das Konzert angekündigt, doch Frontmann Heinz Ratz und seine vier Musiker hatten es nicht eilig, und so blieb genug Zeit, um die Gäste nach ihrer Meinung zu fragen.

Eva Masterman und Tina Zlatina, die beiden Keramikerinnen, die zur Zeit als „Ceramic Artists in Residence“ in der Stadttöpferei arbeiten, finden es „amazing, what’s all going on in Neumünster“ („fantastisch, was alles in Neumünster geschieht“). Auf das Konzert freuten sie sich besonders, denn die jungen Frauen aus England und Bulgarien hatten schon viel vom Menschenrechtsaktivisten Ratz und seinen spektakulären Aktionen gehört. Sie sollten nicht enttäuscht werden.

„Strom & Wasser“ griffen in ihren von Hip Hop und Rock ’n’ Roll beeinflussten Liedern immer wieder die Thema Ausgrenzung, Aufbruch und Andersartigkeit auf. Besonders aufschlussreich für die zirka 100 Konzertbesucher waren die Ansagen von Heinz Ratz vor jedem Song. Mit ruhiger Stimme informierte der Musiker und Buchautor das Publikum über die Hintergründe der selbstgeschriebenen Songs.

Einer, der am Freitagabend ebenfalls zum Konzert kam, war Sönke Jahn. Der Mitarbeiter des KDW hatte während der Aktionstage zwar nur an einem Workshop teilnehmen können, war aber trotz kurzer Anwesenheit tief beeindruckt: „Tolles Programm! Hut ab! Gerne wieder!“, so Jahns prägnanter Kommentar. Als Mitverantwortlicher des Kinoprogramms im KDW lobte er vor allem die gezeigten „Filme aus dem Giftschrank“ und deren inhaltliche Ausführungen durch die Referenten. „Neumünster als zentral gelegene Stadt in Schleswig-Holstein bietet sich für solch eine Veranstaltung geradezu an“, resümierte Sönke Jahn.

Das findet auch Rieke Müller. Die Angestellte der Flüchtlingsberatung der Diakonie Altholstein war während der Aktionstage mit einem Info-Stand vertreten. „Die Veranstaltung war hochkarätig besetzt“, so Müller. „Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Schulklassen und Branchenfremde. Für das Verständnis zwischen Flüchtlingen und Einheimischen ist die persönliche Begegnung auf allen Ebenen von großer Bedeutung.“

Auch deshalb hofft Rieke Müller auf rege Beteiligung der Neumünsteraner an den zahlreichen Veranstaltungen der „Interkulturellen Woche“, die noch bis zum 29. September geht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen