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Bluthochdruck : Aktion gegen eine unterschätzte Krankheit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Aus Anlass des Welt-Hypertonie-Tages wurde im FEK kostenlos Blutdruck gemessen. Professor Dr. Andreas Schuchert zog eine positive Bilanz.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Neumünster | Andrang herrschte gestern Mittag im Foyer des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK): Aus Anlass des Welt-Hypertonie-Tages hatte das FEK zum kostenlosen Blutdruck-Messen eingeladen. 37 Schüler der Schule für Pflegeberufe standen entweder als freundliches Empfangskomittee im Eingangsbereich oder pumpten die Messmanschetten emsig auf – in Stoßzeiten quasi im Akkord.

Viele nutzten die Gelegenheit zum Gesundheitscheck wie Erika Loebert (63). „Ich war zu einer Sonographie-Untersuchung und wurde angesprochen“, sagte sie. Maria Kling, angehende Pflegerin, gab Entwarnung: 120:90. „Ich habe eigentlich erhöhten Blutdruck, das weiß mein Hausarzt auch. Aber ich nehme blutdrucksenkende Medikamte. Die Aktion finde ich toll. Vielleicht gibt sie ja so einigen den Anstoß, wegen des Blutdrucks zum Hausarzt zu gehen“, sagte die Gadelanderin.

Das wäre ausgesprochen wichtig, denn Bluthochdruck bringt, wenn er nicht erkannt wird, langfristige Lebensgefahren mit sich. Professor Dr. Andreas Schuchert, Chefarzt der Medizinischen Klinik und Hypertensiologe, erklärte das: „Viele Menschen haben erhöhten Blutdruck, aber keine Beschwerden. Doch dieser kann, manchmal erst zehn Jahre oder mehr, Ursache für einen Herzinfarkt, Vorhofflimmern, Schlaganfall oder Nierenversagen sein und ist eine der häufigsten Todesursachen.“ Ein bis zwei Patienten würden täglich wegen akutem Hochdruck aufgenommen; es gebe aber auch die chronische Variante. Was tun dagegen? Schuchert: „Regelmäßiger Sport und Gewichtsabnahme bei Übergewicht senkt deutlich den Hochdruck. Ein weiterer Faktor ist zuviel Salz im Essen. Man sollte das Essen frisch zubereiten, denn in Fertig- und Fast-Food-Gerichten versteckt sich Salz.“ Wichtig sei die Einsicht, jetzt etwas zu tun.

Die Bilanz am Ende der Aktion: Über 200 Menschen ließen sich messen. Viele von ihnen lagen zwischen 120:60 und 140 zu 80. Einige Ausreißer waren auch dabei – Werte wie 160:100 ließen sich aber meistens erklären. „Die waren gerade Fahrrad gefahren, nach zehn Minuten waren es andere Werte“, sagten die Pfleger-Azubis. Wer nicht in diese Kategorie fiel, kam in den Genuss einer Kurzberatung durch den Professor.

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