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Brachenfeld-Ruthenberg : Ärger um wildes Areal und Parken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Stadtteilbeirat fordert ein Parkverbot an der Dürerstraße und ein Eingreifen der Stadt auf einem Grundstück am Haart.

Neumünster | Uwe Holtz schüttelt nur den Kopf: „Jeder andere Grundstücksbesitzer hätte längst Ärger mit der Stadt bekommen, aber hier werden offenbar beide Augen zugedrückt.“ Der Stadtteilbeiratsvorsitzende aus Brachenfeld-Ruthenberg steht verärgert vor einem Grundstück neben dem Netto-Markt am Haart. Aus einem ehemaligen Zaun ragen spitze Metallstäbe und Steine, in den Bürgersteig wachsen Bäume und Gräser, das Gelände ist übersät mit Müll. „Abgesehen von dem unschönen Anblick ist das gefährlich. Hier können sich Tiere und Kinder verletzen. Im Winter ist hier außerdem kaum geräumt oder gestreut“, sagt Holtz, der viele Beschwerden von Anwohnern erhalten hat. Das wilde Grundstück beschäftigt deshalb nun den Stadtteilbeirat.

„Wir werden die Stadt auffordern, hier einzugreifen. Das Gelände liegt seit zehn Jahren brach. So geht ’s nicht weiter“, sagt Holtz, der den Eigentümer namentlich kennt. Ursprünglich war hier einmal die Strickwarenfabrik Poser, zuletzt ein Autohaus und Fitnessstudios.

Nur ein paar hundert Meter weiter sorgt wildes Parken ebenfalls für Unmut im Stadtteil. Nicht selten ist die Kreuzung Rembrandtstraße / Dürerstraße komplett mit Autos zugestellt, hat Holtz beobachtet. Auch Beiratsmitglied Gerd Kühl, der in der Nähe wohnt, hatte bereits mehrfach auf gefährliche Situationen und Beinahe-Unfälle hingewiesen. Hier will der Stadtteilbeirat von der Verkehrsbehörde ein absolutes Halteverbot im vorderen Bereich der Dürerstraße einfordern, um die Situation zu entschärfen. „Wir haben bereits einmal eine Anfrage an die Stadt gestellt, aber keine Antwort bekommen“, sagt Holtz.

Sowohl das wilde Parken als auch das wilde Grundstück sind Themen bei der öffentlichen Sitzung des Stadtteilbeirates am kommenden Mittwoch, 15. Oktober, um 19.30 Uhr im Gemeinderaum, Am Ruthenberg 13a. Ursprünglich war die Sitzung bereits vor vier Wochen geplant, doch die Stadt hatte es versäumt, den Termin rechtzeitig zu veröffentlichen. „Daher mussten wir einen Ersatztermin finden. Dass dieser nun in den Herbstferien liegt, ist natürlich unglücklich“, sagt Uwe Holtz.

Bei dem Zusammentreffen des Gremiums in einer Woche geht es außerdem um das geplante Neubaugebiet am Ruthenberger Markt, wo die Stadt etwa 15 Grundstücke für individuelle Einfamilien- und Doppelhäuser anbieten will (der Courier berichtete). Über die Pläne und die mögliche Errichtung eines Spiel- und Bolzplatzes direkt an der Straße berichtet dann Bernd Heilmann von der Stadtplanung.

Außerdem wird Beiratsmitglied Britta Einfeldt (CDU) ihren Rücktritt aus dem Stadtteilbeirat bekanntgeben. Nach Angaben der CDU-Fraktionsvorsitzenden Babett Schwede-Oldehus geschieht dies aus beruflichen Gründen. Die Nachfolge sei noch unbesetzt. „Wir suchen ein engagiertes bürgerschaftliches Mitglied aus dem Stadtteil“, so Schwede-Oldehus.

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erstellt am 08.Okt.2014 | 06:15 Uhr

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