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Verkehr in Neumünster : Ärger um Verkehr in den Stadtteilen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In Einfeld und Brachenfeld-Ruthenberg gibt es Änderungen, aber einige Anregungen sind laut Verkehrsamt nicht möglich

Neumünster | Kaum ein Thema neben den Straßenbaubeiträgen und den Abfallgebühren hat in den vergangenen Monaten die Bürger in den Stadtteilen so bewegt wie Verkehrsprobleme. Nun unternimmt die Stadt in Einfeld und Brachenfeld-Ruthenberg erste Änderungen. Die jeweiligen Stadtteilbeiräte loben die Entscheidungen, sind aber noch nicht wirklich zufrieden. Denn: Die Verkehrsbehörde lehnt weitere Maßnahmen derzeit ab.

Die auffälligste Neuerung gibt es für Autofahrer auf der Kieler Straße in Höhe Am Waldschlößchen. Hier soll auf 300 Metern vor dem Wohnpark Tannhof künftig Tempo 30 gelten. „Das ist toll. Wir benötigen aber auch einen Zebrastreifen, damit unsere Bewohner sicher zur Bushaltestelle kommen“, sagt Michael Bock, Geschäftsführer der Einrichtung für betreutes Wohnen.

Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock stimmt zu. „Ein Anfang ist gemacht, aber es sollte weiter gehen.“ Ihn freut, dass auf dem Roschdohler Weg vor der Alexander-von-Humboldt-Schule und auf der Dorfstraße vor der Feuerwehr eine Geschwindigkeitsbegrenzung kommt. Viel mehr wurmt ihn aber, dass sie an der Kreuzung Roschdohler Weg / Dorfstraße / Uferstraße/ Looper Weg abgelehnt ist. Hier schätzt der Stadtteilbeirat die Situation auch wegen des zunehmenden Schwerlastverkehrs sehr kritisch ein. Zudem gibt es auch an der Uferstraße eine neue Anlage für betreutes Wohnen. Anwohnerin Maren Kanz (81) würde Tempo 30 sehr begrüßen. „Ich komme zum Einkaufen kaum noch mit meinem Rollator über die Straße“, sagt sie. Jens Dittebrandt, Leiter der Abteilung Straßenverkehrsangelegenheiten, fand in einem Schreiben klare Worte. Eine erste Übersicht habe ergeben, dass es in Neumünster kaum noch Schulen bzw. Seniorenheime gibt, vor denen Tempo 30 nötig und möglich sei. „Auch in Einfeld nicht“, schreibt er.

Keine Chance auf weniger Raser sieht die Verkehrsbehörde zum Ärger von Stadtteilbeirat und Anwohnern auch in der Hanssenstraße in Brachenfeld-Ruthenberg. Geschwindigkeitsmessungen seien unauffällig gewesen. „Die Straßenverkehrsordnung ist nicht dafür da, Interessen von Einzelnen durchzusetzen“, so Anneke Renken vom Verkehrsamt.

Dafür wird an der Ecke zur Hauptstraße nun auf beiden Seiten ein absolutes Halteverbot eingeführt, um die Kreuzung, die oft auch von Schülern befahren und überquert wird, zu entschärfen. Für ein Parkverbot an der Slevogtstraße / Liebermannstraße sowie für Lkw auf dem Haart und der Segeberger Straße vor dem Störpark gebe es allerdings keine vernünftigen Gründe, heißt es.

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