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Mäusenest in Neumünster : Ärger um sechs Kita-Parkplätze

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Verkehr vor der Einrichtung an der Hauptstraße in Brachenfeld staut sich, weil die Stellplätze fehlen. Baugenehmigung sieht Parkplätze vor.

Neumünster | In Brachenfeld sorgen sechs nicht vorhandene Parkplätze auf dem Gelände der Kita Mäusenest an der Hauptstraße für Ärger. „Die Verkehrssituation morgens und mittags ist dort chaotisch. Manchmal kommt man gar nicht mit dem Auto durch, wenn Eltern ihre Kinder bringen und abholen und dabei einfach auf der Straße parken“, moniert Stadtteilvorsteher Uwe Holtz. Er hat sich nun an die Stadt gewandt und fordert, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Kita-Träger müsse endlich die in der Baugenehmigung vorgeschriebenen Parkplätze schaffen. „Jeder Privatmann hätte längst eine Strafe bekommen, wenn er sich nicht an die Vorschriften hält“, so Holtz.

Tatsächlich sehe der Bauplan diese Parkplätze vor, erklärt Heinrich Kautzky, Chef der Bauaufsicht bei der Stadt. Bei der Bauabnahme Ende Februar 2002 standen sie auch zur Verfügung, doch mittlerweile sind sie einem Spielplatz gewichen. „Ich müsste den Kindern diesen Spielplatz wegnehmen, dann gebe es keinen Außenbereich mehr“, sagt DRK-Vorstand Sven Lorenz, dem die Problematik bekannt ist. Er hofft, die Stellplätze beim rund 100 Meter entfernten Warenhaus Famila anmieten zu können. „Die Verhandlungen laufen, aber mir fehlt noch die endgültige Zusage“, meint Lorenz.

Das ist nicht der erste Versuch, Parkplätze in unmittelbarer Nähe zur Kita anzumieten: Erst vor wenigen Wochen waren bereits monatelange Verhandlungen mit einem Nachbarn in letzter Minute gescheitert. „Mir ist wichtig, dass wir schnell eine Lösung auch zum Wohle der Kinder finden“, sagt Lorenz.

Den Plänen des DRK-Vorstands steht Stadtteilvorsteher Holtz allerdings kritisch gegenüber. Er verweist auf den benachbarten Gerisch-Park, der „auch schon versucht hat, sich auf diese Weise freizukaufen“, so Holtz. Er bezweifelt, dass die Parkplätze bei Famila dann auch genutzt werden: „Die Besucher des Gerisch-Parks parken ja auch trotzdem an der Straße.“

Ob die Bauaufsicht den Vorschlag bei Famila akzeptiert, lässt Heinrich Kautzky offen: „Das DRK ist am Zug, es muss die sechs Parkplätze bis spätestens Ende des Jahres nachweisen. Wenn man uns eine andere Lösung als auf dem eigenen Grundstück präsentiert, werden wir das prüfen.“ Das sei kein ungewöhnlicher Vorgang; das DRK werde nicht besser oder schlechter gestellt als jeder andere.

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erstellt am 31.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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