zur Navigation springen

Brachenfeld-Ruthenberg : Ärger um Hunde auf dem Spielplatz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Spaziergänger lassen ihre Vierbeiner an der Slevogtstraße nicht angeleint laufen / Stadt prüft einen Zaun um das Areal

Freilaufende Hunde sorgen für Ärger auf dem Spielplatz an der Slevogtstraße. Anwohner Paul Jürs beklagte am Mittwochabend auf der Sitzung des Stadtteilbeirates Brachenfeld-Ruthenberg, er gehe nicht mehr mit seinen Enkelkindern auf die Anlage. „Die Hundehalter sind uneinsichtig. Bei manchen traut man sich gar nicht, etwas zu sagen.“ Zudem kümmerten sie sich nicht um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere, so Jürs.

Von ähnlichen Beobachtungen berichteten auch einige Beiratsmitglieder. Demnach werde der erst vor wenigen Jahren modernisierte Spielplatz zunehmend von Eltern mit kleinen Kindern gemieden. „Die suchen sich andere Orte, die sicherer sind“, erklärte der Beiratsvorsitzende Uwe Holtz (SPD).

Unterschiedliche Meinungen gab es über die Möglichkeiten, gegen diese Hundehalter vorzugehen. Zwar habe die Stadt wie an allen Spielplätzen Schilder aufgestellt, aber diese hätten keine rechtsverbindliche Wirkung, meinte Gerd Kühl (CDU). Dem widersprach gestern auf Courier-Anfrage Heiner Feilke, Abteilungsleiter Grünflächen bei der Stadt: „Das sogenannte Gefahrhundegesetz des Landes verbietet generell das Mitführen von Hunden auf Spielplätzen. Die Beschilderung weist auf die einzuhaltenden Regeln hin“, sagt er. Ferner nehme das Abfallgesetz die Hundebesitzer in die Pflicht, die Haufen ihrer Vierbeiner zu beseitigen. „Das Liegenlassen von Kothaufen ist eine fahrlässige umweltgefährdende Abfallbeseitigung, die mit einem Ordnungsgeld geahndet wird“, sagte Feilke. Neben dem „widerlichen Gestank“ biete der Kot Nährböden für Viren, Bakterien und Würmer, die im schlimmsten Fall tödliche Krankheiten auslösen könnten. „Besonders Kinder sind hier gefährdet“, sagte Feilke. Er fordert die Anwohner zur „sozialen Kontrolle“ auf, denn die Stadt könne das Verbot nicht überprüfen.“ Bei Gefahr für Kinder sollte die Polizei informiert werden. An die Halter appelliert Feilke, sich kostenlos Hundekotbeutel zu besorgen.

Eine Anregung von Tobias Gottesleben (Grüne) lehnt Feilke ab. Der stellvertretende Beiratsvorsitzende hatte am Mittwoch vorgeschlagen, darüber nachzudenken, ob der Spielplatz entwidmet und die Geräte abgebaut werden. „Das geht laut Bauplanung nicht. Außerdem hat der Spielplatz gerade dort eine besondere Sozialfunktion.“ Die Stadt werde aber überprüfen, ob ein Zaun gezogen werden könne, damit Hunde nicht mehr einfach auf das Gelände kämen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen