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Wittorf : Ältere Menschen wollen in Wittorf bleiben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Eine Umfrage der Awo-Pflege Schleswig-Holstein zeigte, ob sich ältere Mitmenschen in Wittorf wohl fühlen.

Neumünster | Wobei brauchen Sie Unterstützung? Benötigen Sie eine Nachbarschaftshilfe? Wie ist Ihr Verhältnis zu den Nachbarn? Viele Fragen wurden in einer Umfrage der Awo-Pflege Schleswig-Holstein von 100 Erwachsenen zwischen 36 und 96 Jahren in Wittorf im Oktober 2016 beantwortet. Die Ergebnisse wurden jetzt im Haus an der Stör vor 50 Interessierten präsentiert. Ziel war es, die Wünsche älterer Menschen herauszufinden.

Dieses Quartierentwicklungsprojekt soll zeigen, wo sich Angebote vor Ort verändern müssen, damit ältere Menschen selbstständig bleiben können. Projektkoordinatorin Anike Ohmes (32) stellte die Ergebnisse der Umfrage vor. Unter anderem wollen alle Befragten in Wittorf alt werden. „Das ist auf den Punkt gebracht und zeigt, dass hier schon gute Voraussetzungen sind, die ausgebaut werden müssen“, sagte Anike Ohmes.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Viele Senioren wünschen sich Nachbarschaftshilfe, die sich aus Engagierten zusammensetzt und bei Kleinigkeiten im Haushalt einspringt. „Außerdem ist deutlich geworden, dass sich viele an diese Hilfe wenden würden oder selbst mitwirken würden“, ergänzte die Projektkoordinatorin.

Ein weiteres Hauptanliegen sei mit 24 Prozent ein gelegentlicher Fahrdienst, der mehr Mobilität und Selbstständigkeit ermöglicht. Ebenfalls gefragt sind Besuchsdienste und eine Stadtteilzeitung.

„Ein Informationsportal wird in Wittorf am meisten vermisst, danach folgen kulturelle Angebote. Ebenfalls rar ist ein Ort der Begegnung, wo man Leute treffen kann. Das vermissen 32 Prozent der Befragten“, sagte Anike Ohmes. Im neuen Jahr sollen die Themen in Bürgerdialogen vertieft und neue Projektpartner herangezogen werden. „Ziel ist es, eng mit der Kirche, den Sportvereinen, dem Stadtteilbeirat, Kitas oder Schulen zusammenzuarbeiten. So wollen wir die Angebote für ältere Menschen vergrößern und ein Netzwerk aufbauen“, so Anike Ohmes.

Zum Abschluss des Abends, an dem auch Weihnachtslieder gesungen wurden und ein Dudelsackspieler auftrat, gab es Suppe und Punsch. Anfang der kommenden Woche liegt die Auswertung der Umfrage für das Quartier am Wasserturm vor.

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