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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 20:09 Uhr

Spendenaktion : Adventslicht hilft in der Not

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Aktionsgemeinschaft zur Förderung und Benachteiligter und der Courier rufen zu Spenden auf / Im Fokus steht das behinderte Kind

shz.de von
erstellt am 16.Nov.2014 | 10:00 Uhr

Neumünster | Es kann ein Unfall aus heiterem Himmel, eine schlimme ärztliche Diagnose, der Tod eines Familienangehörigen sein – und niemand hat Schuld. Wenn Menschen in so eine Situation geraten, gerät der Alltag sprichwörtlich aus den Fugen, sowohl seelisch, organisatorisch und häufig auch finanziell. Wird dann ein Kind krank oder leidet es bereits an einer chronischen Krankheit, ist Hilfe dringend nötig. Familien, die ohne eigenes Verschulden in Not geraten sind, hilft die Aktionsgemeinschaft zur Förderung Behinderter und Benachteiligter gemeinsam mit dem Holsteinischen Courier. Sie rufen zum 24. Mal dazu auf, etwas für diejenigen zu geben, die sich keine Weihnachtsgeschenke leisten können.

Schwerpunkt der Aktion ist erneut wie in den vergangenen Jahren das behinderte Kind. Betroffene Familien müssen in der Regel seit Jahren schwere zusätzliche Belastungen tragen, sowohl im täglichen Ablauf als auch finanziell. Es gibt zwar viele Dinge, die die Krankenkassen tragen, aber so manches müssen viele Eltern aus eigener Tasche finanzieren. Ziel der Aktion Adventslicht ist es, die Integration dieser Kinder zu fördern und gesellschaftliche Barrieren abzubauen – ein Thema, das in den vergangenen Jahren erfreulicherweise immer mehr in den gesellschaftlichen Fokus geraten ist.

„Mit den Spenden soll die Lebensqualität der Kinder nachhaltig verbessert werden. Ziel der Aktion ist es, den Kindern so weit wie möglich später ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, sagt Ehrenfried Boege, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft.

Ehrenfried Boege, Sprecherin Uta Winkelmann und weitere Helfer sind jetzt in der Vorweihnachtszeit unterwegs, um Wünsche zu erfüllen, günstige Angebote zu finden und möglichst individuell Hilfe zu leisten. Bei behinderten Kindern helfen schon ein kleines therapeutisches Spielzeug, ein neues Paar Schuhe oder andere Dinge. Wer beschenkt wird, wird in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, Behörden, Vereinen oder privaten Hinweisen ausgewählt. Die Spenden werden direkt und ohne Abzüge an die Familien weitergegeben, und zwar immer in Form von Sachspenden, die möglichst günstig aufgespürt werden. Alle Mitglieder der Aktionsgemeinschaft sind ehrenamtlich tätig, so dass keine Verwaltungskosten entstehen. 2013 wurden 143 Kinder aus 66 Familien bedacht. Mit gut 12000 Euro kam ein Spitzen-Spendenergebnis zusammen

Ein ganz besonderer Fall bewegt zurzeit die Gemüter der Ehrenamtlichen: Eine Mutter möchte ihr schwer krebskrankes Kind in die Berliner Charite begleiten, denn nur dort kann diese seltene Krebsart behandelt werden. Die Tochter ist 19 Jahre alt – und daher gibt es keinen Träger, der der Mutter für die 15-tägige Behandlungszeit Unterkunft und Fahrtkosten bezahlen würde. Sie selbst ist nicht in der Lage, das zu finanzieren. Eine dringende ärztliche Empfehlung untermauert die Notwendigkeit, dass die Mutter ihre Tochter begleitet. Sie selbst sagt: „Ich hätte nicht gedacht, dass Armut krank macht, aber es stimmt.“ Ihre Tochter sei angesichts der Umstände auch seelisch schwer angeschlagen. Die Aktionsgemeinschaft möchte die zwei in dieser schweren Zeit begleiten.

Der Courier berichtet an den vier Adventssonnabenden über einzelne Schicksale.

Wer helfen möchte: Ein Spendenkonto ist bei der Sparkasse Südholstein eingerichtet mit der Nummer 282820, BLZ 23051030, IBAN: DE 23 23051030 0000 2828 20, BIC: NOLADE21SHO.

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