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Aktion Adventslicht : Adventslicht beschert den kleinen Simon

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vierjähriger leidet von Geburt an epileptischen Anfällen / Seitdem hat er Fortschritte gemacht und erhielt Spielzeug zur Förderung der Motorik / Spenden für Adventslicht-Kind Bryan (16)

Neumünster | Sein Lächeln ist einfach ansteckend. Simon Mehrwald (4) spricht zwar nicht wie seine Altersgenossen, aber man sieht ihm an, dass er ein lebenslustiger und fröhlicher kleiner Kerl ist. Doch seit seiner Geburt ist der kleine Junge entwicklungsverzögert und wurde jetzt – zum zweiten Mal – von der Aktion Adventslicht bedacht, um ihn und seine Mutter Nadine zu unterstützen.

„Die erste Zeit war schwer. Simon hatte von Geburt an epileptische Anfälle. Er musste etwa drei bis vier Monate im FEK bleiben, wurde ständig via Monitor überwacht und musste auch zuhause noch beatmet werden. Seine Niere war stark vergrößert, er hatte Verdauungsprobleme und litt unter Schmerzen“, erinnert sich die 28-Jährige, die in der Innenstadt lebt und alleinerziehend ist. Sie musste mit der Furcht leben lernen, dass ein epileptischer Anfall tödlich enden konnte. Nach einem Jahr war der Kleine medikamentös eingestellt, die Lage entspannte sich ein wenig – Simon war aus dem Gröbsten heraus. Doch Simon sprach kein Wort und war im Alter von zwei Jahren auch noch nicht in der Lage, zu gehen.

Der heute vier Jahre alte Junge muss viel trinken und erhält Frühförderung, um die Motorik, die Reaktionen und das Bewegungsbedürfnis zu fördern. Er geht außerdem in die Kita der Lebenshilfe „Lütte Lüüd“ an der Roonstraße. Er ist nach wie vor entwicklungsverzögert und kann immer noch nicht sprechen, hat aber eine Art Zeichensprache entwickelt. „Er hat seine eigenen Wege entdeckt“, sagt seine Mutter.

Simon bekommt außerdem regelmäßig Logopädie und Physiotherapie. „Es geht voran“, sagt Nadine Mehrwald. Doch trotz der staatlichen Hilfen ist die Erziehung des kleinen Simon für sie eine Herausforderung, zumal auch Simons Schwester Celina (5) etwas von ihrer Mama haben will. Doch Nadine Mehrwald hat Mut geschöpft und ist guter Dinge.

Bereits 2014 wurde die Aktionsgemeinschaft zur Förderung Behinderter und Benachteiligter auf das Schicksal des kleinen Jungen aufmerksam, bedachte ihn mit therapeutisch nützlichem Spielzeug. Auch dieses Jahr suchte Uta Winkelmann von der Aktionsgemeinschaft mit Mutter Nadine einen Krabbeltunnel und eine Holz-Rollbahn für Autos zur Förderung von Simons Motorik aus. Auch ein „Zicke-Zacke“-Spiel kam für Schwester Celina in die Geschenketüte.

Seit 25 Jahren bedenkt die Aktion Adventslicht – unterstützt vom Holsteinischen Courier – Familien, die ohne eigenes Verschulden in Not geraten sind. Die ehrenamtlichen Mitglieder der Aktionsgemeinschaft zur Förderung Behinderter und Benachteiligter gehen mit den Betroffenen los, um ihnen mit warmer Kleidung, aber auch therapeutisch sinnvollen Dingen zu helfen. Alle Spenden werden als Sachspenden ohne weiteren Verwaltungsaufwand weitergegeben.

Der Courier berichtet an allen Adventssonnabenden über typische Fälle. Der erste Bericht über Bryan (16), ein Junge mit Down-Syndrom, und seinen Bruder Steven (19), der ihn nach dem Tod der Mutter betreut, schlug Wellen. Es gab spontane Spenden, außerdem meldete sich eine Frau, die helfen möchte, die noch ausstehenden Bestattungskosten zu finanzieren.

Wer helfen möchte: Die Aktion Adventslicht hat ein Konto bei der Sparkasse Südholstein. IBAN: DE 23 2305 1030 0000 2828 20.

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erstellt am 04.Dez.2016 | 11:00 Uhr

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