zur Navigation springen

Radfahrerlobby : ADFC: Kontrolliert mehr Radfahrer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mehrere Baustellen sind problematisch für alle Verkehrsteilnehmer / Viele Unfälle entstehen durch Disziplinlosigkeiten, auch von Radlern

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Der  Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) als Lobby der Radfahrer fordert eine Verbesserung und Entschärfung mehrerer Baustellen am Kuhberg, am Teich und an der Plöner Straße.  Uwe Mohns, Vorsitzender des Ortsclubs, fordert eine Neuregelung, um Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern zu verringern.   Er appelliert aber  auch an Auto- und Radfahrer, sich diszipliniert zu verhalten und fordert die Stadt auf, mehr zu kontrollieren.

„Viele ADFC-Mitglieder schicken mir immer wieder Fotos von Problemen. Eine davon ist die Baustelle am Kuhberg beim Neubau des Courier-Hauses“, sagt Mohns. Dort ist entlang der Baustelle ein absolutes Halteverbot eingerichtet,  an das sich viele Autofahrer aber nicht halten. Außerdem sieht er die aktuelle Regelung als zu gefährlich an. Dort ist ein Fußgängerweg ausgeschildert mit dem Zusatz „Radfahrer absteigen“. „Da  viele Radfahrer das nicht tun,  entstehen immer wieder brenzlige Situationen, vor allem bei Müttern mit Kinderwagen, Rollator- und Rollstuhlfahrern“, hat Mohns beobachtet. Sein Vorschlag: „Mit einem Flatterband könnte an der Baustelle der Radweg verschwenkt werden in die Parkbucht hinein, so dass Radfahrer und Fußgänger  ihre eigene Spur haben.“  Das Absteigegebot sieht er als eine Benachteiligung von Radfahrern.

Ein weiterer Punkt ist für ihn die Baustelle der Stadtwerke an der Plöner Straße zwischen Rudolf-Weißmann-Straße und Riemenschneiderstraße. Dort ist das Schild für einen gemeinsamen Geh- und Radweg aufgestellt, etwa zehn Meter dahinter das Schild „Radfahrer bitte absteigen“ – das ist aber nicht verpflichtend und laut Mohns auch nicht sinnvoll.   Mohns: „Hier muss nachgebessert werden.“ Als sehr problematisch sieht er auch die Baustelle auf der Kieler Brücke  beim Teich. Radfahrer dürfen nicht auf der Straße fahren, sondern sollen ihr Rad auf dem Gehweg entlang schieben. „Die Stadt müsste hier viel öfter kontrollieren, denn leider halten sich viele Radfahrer nicht an die Regeln. Ich habe schon viele brenzlige Situationen erlebt, wenn Radfahrer die Straße benutzen und Busse  ausbremsen“, sagt Mohns. Manche Radfahrer versuchten auch, auf dem  engen Gehweg am Teich zu fahren. Auch das führe zu vielen schwierigen Situationen, sagt Mohns.

Das hat auch Stadtsprecher Stephan Beitz diverse Male beobachtet: „Seit die Baustelle eingerichtet ist, beobachten und kontrollieren wir. Wir schreiben die Falschfahrer auf und fordern die Radfahrer auf, können das aber nicht dauernd überwachen.“ Bei der Kuhberg-Baustelle lehnt er eine Verschwenkung des Radweges ab: „Sicherheit geht vor. Die Radfahrer sollen sich an die Regeln halten.“ Die unklare Beschilderung an der Plöner Straße gibt er an die Zuständigen weiter: „Wir nehmen Kritik an, prüfen den Fall gerne und schauen, ob was zu tun ist.“

Mohns fordert besonders auf der Kieler Brücke mehr Kontrollen auch der Radfahrer – und Geldbußen: „Das empfindlichste Körperteil des Radfahrers ist  der Geldbeutel.“ Die Verkehrssituation auf dem Großflecken sieht er dagegen auf einem guten Weg: „Wir haben beispielsweise den Untergrund und den zu schmalen Radweg vor Karstadt moniert. Es läuft eine totale Überplanung des gesamten Großfleckens, das wollen wir abwarten.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen