Grossharrie : Achtung Wildwechsel!

Über die spontane und unbürokratische Hilfe von der Straßenmeisterei freut sich der Kleinharrier Jäger Karl-Hans Blöcker.
Über die spontane und unbürokratische Hilfe von der Straßenmeisterei freut sich der Kleinharrier Jäger Karl-Hans Blöcker.

Die Straßenmeisterei hilft und stellt bei Großharrie mobile Extra-Warnschilder auf.

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25. Juni 2018, 12:00 Uhr

Großharrie | Zwischen Großharrie und „Brauner Hirsch“ herrscht reger Wildwechsel. Spontane Hilfe kam jetzt von der Straßenmeisterei Stolpe, um die Autofahrer zu warnen.

Eigentlich ist die Aufstellung von Notschildern nicht Aufgabe der Straßenmeisterei, hieß es aus Stolpe. In Notfällen wie etwa bei „Gefahr im Verzug“ helfe man aber gern. So ließen sich die Mitarbeiter der Straßenmeisterei auch nicht zwei Mal bitten, als sich der Kleinharrier Jäger Karl-Hans Blöcker Hilfe suchend an die Straßenmeisterei wandte. Der Grund: Auf der Preetzer Landstraße ortsauswärts in Richtung Nettelsee herrscht zurzeit reger Wildwechsel auf der Landesstraße 67. Hier wechseln kleine Trupps von fünf bis acht Damhirschen besonders in der Dämmerung munter zwischen den Tageseinständen und den Futterflächen zwischen Raps, Weizen oder Kleewiesen hin und her. Dabei tauchen die Hirsche häufig kaum sichtbar zwischen Knicks und Feldern auf der Straße auf. „Wenn das frische leckere Grün oder Getreidekorn lockt, helfen auch die blauen Reflektoren nicht mehr“, weiß Blöcker, der seit über 40 Jahren Jäger ist.

Deswegen war die Freude auch groß, als die Straßenmeisterei spontan half, die Gefahrstellen mit einigen mobilen Extra-Warnschildern zu bestücken. „Das war unbürokratische Hilfe!“, sagte Blöcker. Immerhin hatte es an den Gefahrstellen im Vorjahr in dieser Zeit bereits drei Wildunfälle gegeben. „Viele Autofahrer gehen vom Gas. Dadurch werden sicher einige Unfälle vermieden“, meinte Blöcker. Gern würde der landwirtschaftliche Berater auch die Grabenkanten in den Gefahrzonen zur Sichtverbesserung auf beiden Seiten mähen. Die, so Blöcker, werden heute nur noch zur Straßenseite hin gemäht. An den Feldseiten sollen sich Insekten oder Bodenbrüter und Kleintiere tummeln können. An vielgenutzten Wildwechseln sollte es eine Ausnahme geben, meinte der Jäger. Die Zusatzschilder an der L 67 sollen gleich nach der Getreideernte wieder entfernt werden.  



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