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Holsteinischer Courier

24. November 2017 | 12:26 Uhr

Ba-Da-Boom : Acht Stunden bebte die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Straßenmusikfestival Ba-Da-Boom litt unter dem Regen. Die Organisatoren überlegen, den Veranstaltungstermin in den Sommer zu verlegen.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Könnten Töne malen, wäre der Himmel über der Stadt am Sonnabend bunt statt grau gewesen: Das Straßenmusikfestival Ba-Da-Boom bereicherte Neumünster zum achten Mal mit frischer Lebhaftigkeit.

Acht Stunden boten Bands und Solisten unter freiem Himmel an neun Zeltbühnen einen Querschnitt durch die weite Welt der Musik. Ob Klassik oder Heavy Metal, Pop oder Folk, akustisch oder elektrisch, auf Deutsch oder Englisch: Das Angebot war so abwechslungsreich, dass für jeden Flaneur und Spontanzuschauer etwas dabei war.

„Es ist eine großartige Veranstaltung, die unbedingt beibehalten werden muss! Die verschiedenen Instrumente live zu erleben, ist sehr schön. Mit dem Cellisten Joscha haben wir an der Brücke gemeinsam gesungen“, erzählte Regine Neujahr-Goebel (59), die mit ihren Enkelinnen herum geschlendert ist und auch bei der „Kleinen Fleckenkunst“ Halt gemacht hat (siehe Bericht auf Seite 11).

Obwohl vor und hinter den Mikrofonen die Stimmung fröhlich war, hielt der Regen den großen Besucherandrang fern. Statt dessen drängten sich die Zuschauer unter Regenschirmen, Vordächern und zuversichtig aufgebauten Sonnenschirmen. „Wir denken intensiv darüber nach, den Termin in den Sommer zu verlegen. Dieses Mal sind wir wegen der Sommerferien noch eine Woche später dran als sonst“, erklärte Arne Gloe, einer der Organisatoren. Gut ein Drittel der ursprünglich 66 gemeldeten Bands hat tags zuvor oder noch am Sonnabend abgesagt, und die Macher haben daher auch die geplanten Bühnen auf der Klosterinsel und vor Kochlöffel gestrichen.

„Wir haben heute auch kurzfristig abgesagt, obwohl es für uns das erste Ba-Da-Boom gewesen wäre“, meinte Elvina Milovic (19), die zusammen mit Daniel Hoffmann (20) und vier weiteren Schulkameraden der Gemeinschaftsschule Faldera unter dem Bandnamen „The Profilers“ auftreten wollte. Die Freunde haben sich vom Wetter aber nicht davon abhalten lassen, ihre Klassenkameraden „Still Noname“ beim Auftritt auf dem Gänsemarkt zu feiern. „Straßenmusik ist die schönste Form von Musik“, bemerkte der Band-Gitarrist Kevin Rohwer (19). „Wenn hier Leute stehen bleiben, die zu Hause solche Musik nicht hören, hat man alles richtig gemacht“, meinte er weiter. Mehr zum Kunstflecken auf Seite 12


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