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Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 17:27 Uhr

Rendswühren : Abwasserpreis geht in die Höhe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bürger sollen tiefer in die Tasche greifen. 1,50 Euro pro Kubikmeter sind angedacht.

Rendswühren | Der Kubikmeterpreis für Abwasser soll in Rendswühren um 131 Prozent steigen, dafür wird der Grundpreis gesenkt.

Die Gemeinde Rendswühren muss handeln: Die finanzielle Unterdeckung von rund 23 000 Euro aus dem Jahr 2014 lastet auf der Kasse. Auch für 2015 wird ein Unterschuss von etwa 16 000 Euro erwartet. Außerdem wird der indirekte Zuschuss der Gemeinde an die Bürger seit mehreren Jahren von der Kommunalaufsicht bemängelt. Nach den Landesvorgaben müssten die Kosten durch die Beiträge gedeckt sein. Bereits 2013 hatten sich Rendswührens Ortspolitiker allerdings darauf verständigt, mit der Rüge zu leben und besonders Familien mit Kindern durch die Teilfinanzierung der Kosten durch die Gemeinde zu entlasten. Allerdings dürften die Kosten und damit auch die Gebühren kaum zu halten sein. Darüber waren sich Hans-Peter Brockmann aus der Verwaltung und die Rendswührener Finanzausschussmitglieder in der Beratung über die Kostenentwicklung einig. Hinzu kam eine rechtlich erforderliche Anpassung. Prozentual zu den Gesamtgebühren lagen die Grundgebührensätze in der Gemeinde zu hoch.

Nun soll die Grundgebühr ab Januar 2017 pro Haushalt von 200 auf 160 Euro gesenkt werden. Steigen soll dagegen die Verbrauchsgebühr. Hier soll es eine Anhebung von derzeit 0,65 Euro auf 1,50 Euro pro Kubikmeter geben, so die Empfehlung aus dem Finanzausschuss. „Damit ist zwar noch keine Kostendeckung erreicht, aber ein Schritt in die richtige Richtung getan“, meinte der Finanzausschussvorsitzende Horst Blohm. Über kurz oder lang sei die Anpassung letztlich unvermeidbar, auch wenn die Gemeinde ihre Bürger gern weiter höher entlastet hätte.

Vor dem Umstand, dass allein aus der Filmung und Spülung der Abwasserkanäle noch Kosten von rund 40 000 Euro ausstehen und mit einem möglichen Reparaturaufwand von bis zu 100 000 Euro gerechnet werden müsste, sei die hohe Unterdeckung auf Dauer nicht vertretbar. Bereits jetzt zehre die Gemeinde ihre Rücklagen auf. Die Decke für Investitionen werde immer dünner, so Blohm. Damit wurde auch die angedachte Instandsetzung der Rendswührener Ölstraße, die auf einer Strecke von 1,3 Kilometern zu einem wassergebundenen Weg umgebaut werden sollte, zurückgestellt.

Beratungsbedarf gibt es auch noch zur geplanten Wasserversorgung im Ortsteil Schipphorst. „Nach der Prüfung unterschiedlicher Modelle in der Gemeindevertretung soll es vor weiteren Entscheidungen erst einmal eine Beratungsrunde mit den betroffenen Grundeigentümern geben“, sagte Bürgermeister Dr. Thomas Bahr. Außerdem wurde die im vergangenen Jahr beratene Straßenreinigungssatzung zur Genehmigung an die Gemeindevertretung empfohlen.

Am 19. März soll sich Rendswühren an der Aktion „Saubere Gemeinde“ beteiligen, und am 16. April findet die Baumpflanzaktion der Rendswührener Grundschüler statt, kündigte Bahr an.  

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