Neumünster : Abriss und Neubau gehen Hand in Hand

Matthias von Appen (links), der technische Leiter des FEK, erläutert Minister Heiner Garg den Stand der Baumaßnahmen.
Foto:
Matthias von Appen (links), der technische Leiter des FEK, erläutert Minister Heiner Garg den Stand der Baumaßnahmen.

Im Friedrich-Ebert-Krankenhaus laufen die Arbeiten für den zweiten Abschnitt nach Plan. Minister Heiner Garg informierte sich vor Ort.

von
14. April 2018, 10:00 Uhr

Neumünster | Gesundheits- minister Heiner Garg konnte sich gestern auf Neumünsters größter Baustelle im Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) selbst ein Bild davon machen: Die 27 Millionen Euro, die das Land an Fördermitteln für den zweiten Bauabschnitt nachfinanziert hat, werden jetzt zügig verbaut.

Gut 78 Millionen Euro sind dafür jetzt insgesamt veranschlagt. 13 Millionen Euro davon muss das FEK selbst stemmen. Dazu kommen noch die 2,8 Millionen Euro für einen neuen Landeplatz für Rettungshubschrauber auf dem Dach der Zentralen Notaufnahme.

Die Architekten Uwe und Matthias Mumm vom Generalplaner Planungsring Mumm und Partner erläuterten mit Bauleiter Broder Pörksen, Matthias von Appen (technischer Leiter im FEK) und FEK-Prokurist Gerd Achtenberg den Stand der Baumaßnahmen.

Die haben im März mit dem geschossweisen Abtragen der obersten drei Stockwerke des Südflügels am kreuzförmigen Haupthaus aus den 1970er-Jahren begonnen. „Es ist eine große Herausforderung, das im laufenden Krankenhausbetrieb zu machen“, sagte Achtenberg. „Wir müssen Platz schaffen für den Neubau“, sagte Uwe Mumm. An ihrer Stelle entsteht der neue Funktionstrakt mit der Intensivmedizin, etwa der Zentralen Notaufnahme, der sogenannten Stroke Unit für Schlaganfallpatienten, dem Chefarztbereich sowie Lager- und Wirtschaftseinheiten.

Dort wird die Handschrift der neuen Planer deutlich, die nicht mehr alle Teile des 70er-Jahre-Baus abreißen, sondern Teile des Vorhandenen in den Neubau einbeziehen. Das Drehen an wenigen Stellschrauben spart Kosten. Mumm: „Wir können es uns nicht erlauben, große Flächen ohne Funktion zu lassen.“ Statisch gebe es keine Probleme im Bestandsbau. Mumm: „Der Beton ist intakt.“

Ein Stück weiter entsteht das zweite Bettenhaus, das im Rohbau im Februar 2019 fertig stehen soll. Es ist von den Maßen etwas breiter als das schon bezogene Bettenhaus des ersten Bauabschnitts. Durch geschickte Raumausnutzung wird es im neuen Bettenhaus 40 statt 34 Betten pro Station geben, zugleich wird viel Lagerraum gewonnen. Ein zentrale gläserne Magistrale wird einmal alle Gebäudeteile aus den 1920er- und 1970er-Jahren und den Neubau verbinden. Geht alles glatt, soll der komplette FEK-Neubau im Jahr 2020 fertiggestellt sein.

Gesundheitsminister Heiner Garg zeigte sich beeindruckt vom Baufortschritt: „Das ist sehr schnell gegangen.“ Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus sei ein wichtiger Schwerpunktversorger im Land.

Ein dickes Minister-Lob gab es zudem für die Leistungen des FEK-Personals während der Grippe-Welle dieses Winters. Gerd Achtenberg konnte das bestätigen. Das FEK war in dieser Zeit bis zu 120 Prozent belegt – und das bei einer Krankheitsrate beim Personal, die auf 15 bis 20 Prozent hochschnellte.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen