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Nach 24-Stunden-Sperrung : Abgesackte Fahrbahn: A7 bei Neumünster wieder frei

vom

In der Nähe der Anschlussstelle Neumünster Nord hat sich die A7 auf einer Länge von bis zu 30 Metern abgesenkt. Es kam zum Stau. Das passte einigen Verkehrsteilnehmern nicht.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2015 | 08:11 Uhr

Neumünster | Die A7 bei Neumünster Nord ist in Richtung Süden wieder auf zwei Spuren befahrbar. Eine bei Bauarbeiten entstandene Fahrbahnabsenkung hatte seit Mittwoch den Verkehr behindert. Am Donnerstag konnte die Autobahn laut Polizeiangaben wieder freigegeben werden. Aktuelle Verkehrsmeldungen finden Sie auf shz.de/verkehr.

Nahe der Anschlussstelle Neumünster Nord hatte sich die Richtungsfahrbahn Hamburg auf einer Länge von 20 bis 30 Metern um mehrere Zentimeter abgesenkt, sagte ein Sprecher des Baukonsortiums Via Solutions Nord. Ursache seien Erschütterungen beim Einrammen von Spundwänden.

Die Polizei verengte am Mittwochmorgen den Baustellenabschnitt auf eine Fahrbahn und beschränkte die Geschwindigkeit auf 60 km/h. Es kam zu einem mehrere Kilometer langen Stau. Der schien einigen Autofahrern ganz und gar nicht zu gefallen: Tatsächlich wurde die Polizei mehrfach angerufen, da im Rückstaubereich der A215 bei Blumenthal Autos gewendet haben, auf dem Standstreifen dann zurück zur Anschlusstelle Blumenthal gefahren seien.

Nach Angaben der Autobahnpolizei in Neumünster hatten sich mehrfach Streifenwagen dorthin auf den Weg gemacht – da aber waren die Übeltäter schon weg. Würde dabei jemand erwischt, wären 90 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg wegen Rückwärtsfahrens auf der Autobahn fällig. Kommt es dabei gar zur Gefährdung des Straßenverkehrs, gilt dies als Straftat und kann mit Entzug des Führerscheins enden.

Für Aufregung in diesem Stau-Chaos sorgte indes ein betrunkener Porschefahrer (50), der sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei lieferte. Der Fahrer missachtete Anhaltezeichen einer Videostreife auf der A215 in Richtung Neumünster, raste dann nach Polizeiangaben mit etwa Tempo 130 über den Standstreifen an dem Stau vorbei, der sich wegen der Reparatur der abgesackten Fahrbahn kurz vor Neumünster-Nord gebildet hatte.

In Höhe der Zusammenführung der A215 mit der A7 nutzte er die Baustelle für seine Flucht. Der Videowagen und ein geländegängiger Funkstreifenwagen folgten ihm. In Höhe Neumünster-Mitte schaffte es der Porschefahrer, die Autobahn zu verlassen. Verfolgt von mittlerweile neun Polizeiwagen, ließ er im benachbarten Ort Krogaspe seinen Wagen stehen, flüchtete zu Fuß. Die Beamten waren jedoch schneller, nahmen den Mann fest. Ein Alkoholtest ergab 1,34 Promille. Das Auto hatte nach der Fahrt nur noch Schrottwert.

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