Straßenprostitution : Ab morgen ist Neumünster ein großer Sperrbezirk

Auf der Plöner Straße sind die Prostituierten (an den Abenden) phasenweise bereits bis zur Kreuzung Waldwiesenweg abgedrängt worden.
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Auf der Plöner Straße sind die Prostituierten (an den Abenden) phasenweise bereits bis zur Kreuzung Waldwiesenweg abgedrängt worden.

Das Innenministerium hat die Genehmigung erteilt. Prostituierte bekommen Hinweise mit Ansprechpartnern in Hilfsorganisationen

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23. Oktober 2013, 12:00 Uhr

Jetzt wird es offiziell: Ab morgen ist Neumünster ein großer Sperrbezirk. Die Verordnung über das Verbot der Straßenprostitution tritt am Tag nach der amtlichen Bekanntmachung in Kraft. Gestern hatte das Kieler Innenministerium die Verordnung genehmigt, die landesweit ohne Beispiel ist (der Courier berichtete).

Die Verordnung teilt das Stadtgebiet in neun einzelne Sperrbezirke ein, die den Stadtteilen entsprechen und weite Teile der Wohnhausbebauung umfassen. Begründet wird die Verordnung mit dem „Schutz der Jugend und dem Schutz des öffentlichen Anstands“. Auch der Stadtwald, Stadtpark und das Ufer des Einfelder Sees sind eingeschlossen, weil jeweils Einrichtungen der Jugend oder des Sports vorhanden sind (Kinderferiendorf, Segel-, Ruder-, Kanuclub etc).

Ausgenommen sind nur Straßen in Industrie- und Gewerbegebieten: Carl-Bosch- und Haberstraße, Kornstieg, Dengelhammer, Dreschflegel, Teile der Niebüller und der Altonaer Straße (südlich der Südumgehung), Donaubogen, Teile des Krokamps und der Oderstraße sowie die Main- und die Moselstraße.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras zeigte sich gestern zufrieden. „Ich möchte den beteiligten Mitarbeitern der Verwaltung und der Polizei für die gute Zusammenarbeit und die zügige Arbeit danken“, teilte er mit.

Die Stadt will auch dafür sorgen, dass die betreffenden Frauen von der neuen Lage erfahren. Seit Monaten gingen rumänische Prostituierte an der Plöner Straße ihrem Gewerbe nach und waren die Auslöser der Verordnung. Sie sollen von Mitarbeitern der Ordnungsbehörde und einer Dolmetscherin ein Informationsschreiben in rumänischer Sprache bekommen. Darin werden auch Telefonnummern von Schutzorganisationen für Prostituierte aufgenommen.

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