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Verkehrsunfall : A7: Gefahrgut-Laster raste ins Stauende

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei einem Unfall gestern Morgen wurden vier Menschen teils schwer verletzt / Laster-Fahrer aus Bayern schob Kleinwagen unter weiteren Lkw

Bei einem Unfall mit einem Gefahrgut-Transporter und zwei weiteren Lastern sind gestern Morgen auf der A7 zwischen Neumünster-Nord und dem Bordesholmer Dreieck vier Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort, die Autobahn musste für die Bergungs- und Aufräumarbeiten über fünf Stunden voll gesperrt werden. Der Verkehr staute sich in Richtung Süden zeitweise auf bis zu zehn Kilometer Länge.

Nach Angaben der Polizei hatte der Fahrer (27) eines Tanklastzuges aus dem bayerischen Landkreis Aschaffenburg gegen 7.40 Uhr auf dem Weg nach Norden das Ende eines kleineren Staus zu spät bemerkt. Er versuchte, dem vor ihm fahrenden Lastzug auszuweichen, touchierte diesen allerdings noch und geriet gegen die Mittelschutzplanke. Von dort zog er sein Fahrzeug nach rechts, fuhr auf einen bereits im Stau stehenden Kleinwagen aus dem Kreis Steinburg auf und schob diesen auf einen davor stehenden Laster. Der Tanklastzug schleuderte anschließend in die rechte Leitplanke und verkeilte sich dort. Dabei blieb der Tank mit rund 20 000 Litern einer giftigen Glycerin-Seifenlaugen-Verbindung heil.

Der Fahrer des Tanklastzuges sowie der Fahrer (55) eines anderen Lasters wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Der Pkw-Fahrer (24) und seine gleichaltrige Beifahrerin kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. „Lebensgefahr besteht nicht“, sagte Polizeisprecher Rainer Wetzel.

An dem Kleinwagen entstand Totalschaden, auch die beteiligten Laster wurden beschädigt, besonders der Tanklastzug. Die Höhe des Schadens schätzt Wetzel auf „einen höheren fünfstelligen Bereich“. Als ein Ersatzfahrzeug vor Ort war, pumpte die Berufsfeuerwehr Neumünster die giftige Chemikalie um.

„Während des Einsatzes haben wir ständig gemessen, ob eine erhöhte Explosionsgefahr besteht. Von der Flüssigkeit ist aber zu keiner Zeit etwas ausgelaufen“, teilte Einsatzleiter Stefan Henning von der Berufsfeuerwehr mit. Vor Ort waren seinen Angaben zufolge insgesamt 41 Helfer, darunter auch die Besatzung von vier Krankenwagen sowie der Notarzt. Nach der Vollsperrung staute sich der Verkehr Richtung Süden zeitweise auf rund zehn Kilometer Länge. Einige Autofahrer wichen über das Stadtgebiet von Neumünster aus. Zu größeren Problemen im Berufsverkehr kam es laut Wetzel jedoch nicht. Die Polizei hatte frühzeitig über den Verkehrsfunk gewarnt und Autofahrer, die aus Richtung Hamburg kamen, geraten, über die A21 und A210 auszuweichen. Die Ermittlungen, warum der Tanklastzug-Fahrer das Stauende zu spät erkannte, dauern noch an.

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erstellt am 05.Feb.2014 | 05:00 Uhr

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