Grossenaspe : 80 Zuhörer genossen Musik aus der Zeit des „Alten Fritz“

Das erste Konzert des 9. Orgelzyklus’ in der Katharinenkirche zu Großenaspe bestritten Hibiki Oshima (Violine, von links), Isolde Kittel-Zerrer (Cembalo), Susanna Weymar (Barockcello) und Anke Braun (Flöte) unter dem Titel „Kammermusik am Hofe Friedrichs II.“.
Das erste Konzert des 9. Orgelzyklus’ in der Katharinenkirche zu Großenaspe bestritten Hibiki Oshima (Violine, von links), Isolde Kittel-Zerrer (Cembalo), Susanna Weymar (Barockcello) und Anke Braun (Flöte) unter dem Titel „Kammermusik am Hofe Friedrichs II.“.

Der neunte Orgelzyklus in der Katharinenkirche wurde gestartet. Das nächste Konzert ist am 24. Januar.

shz.de von
14. Januar 2015, 07:00 Uhr

Grossenaspe | „Kammermusik am Hofe Friedrichs II.“: Unter diesem Titel präsentierten Mitglieder des Barock-Ensembles des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg in der Großenasper Katharinenkirche das erste Konzert des 9. Orgelzyklus’.

Mehr als 80 Zuhörer hatten sich im Kirchenschiff eingefunden. Begrüßt wurde das Publikum jedoch zunächst von Mitorganisator Carsten Kröger, der die Einführung in die Veranstaltung für den erkrankten Initiator der Konzertreihe, Professor Ulrich von Kameke, übernahm.

Zu Gehör brachten Anke Braun (Flöte), Susanna Weymar (Barockcello), Hibiki Oshima (Violine) und Isolde Kittel-Zerrer (Cembalo) mit der Sonate e-Moll ein Werk aus der Feder des selbst Flöte spielenden, preußischen Monarchen (1712 – 1786), der im Volksmund auch der „Alte Fritz“ genannt wurde. Anschließend erklang eine Sonate in d-Dur seines Flötenlehrers Johann Joachim Quantz (1697 - 1773). Im Anschluss spielte das Quartett Kompositionen der königlichen Zeitgenossen Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788) und dessen Vater Johann Sebastian Bach (1685 – 1750).

Die mit großem Können aufgeführten Stücke ließen die musikalische Atmosphäre am Hofe wieder aufleben. Und mit ein bisschen Fantasie war es leicht, sich den König und seine Gesellschaft als Publikum im Potsdamer Schloss vorzustellen. Dass diese Musik jedoch bei Zuhörern im 21. Jahrhundert noch genauso gut ankommt, bewies schließlich der lautstarke Schlussapplaus, dem sich zu Recht viele Komplimente an die Künstlerinnen anschlossen.

Das nächste Konzert des Orgelzyklus’ am Sonnabend, 24. Januar, um 16 Uhr steht unter dem Titel „Kammermusik für Streicher“. Dann spielt das Goldbergtrio mit Anette Behr-König an der Violine, Boris Faust (Viola) und Clemens Malich (Violoncello). Der Eintritt zu dem Konzert ist frei. Um eine Spende wird gebeten.  


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