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Neue Stadt-Azubis : 773 Bewerber für 12 Stellen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die neuen Auszubildenden begannen ihren Dienst in der Verwaltung, beim TBZ und der Feuerwehr

Neumünster | „Viele Betriebe haben Probleme, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen. Wir nicht.“ – Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth hatte gestern gut lachen bei der Vorstellung des neuen Ausbildungsjahrgangs bei der Stadtverwaltung. Begrüßt wurden die zwölf Azubis in der neuen Feuer- und Rettungswache an der Färberstraße. Interessiert hatten sich für die Ausbildung bei der Stadt immerhin 773 Bewerber.

Daniela Steinke, Vivien Oldewurtel, Anna-Lena Wriedt, Catharina Sievers und Clarissa König sind angehende Verwaltungsfachangestellte. Als Beamten-Anwärterinnen für die Stadtinspektorenlaufbahn nahmen Janine Karstädt, Saskia Marker sowie als Stadtsekretäranwärterin Seda Ayse Özsoy ihren Dienst bei der Stadt auf. Julia-Christin Langfeldt absolviert nach ihrer bereits abgeschlossenen Ausbildung bei der Stadt den Aufstieg zum gehobenen Dienst. Tim Todt macht die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik, während Melanie Paßehl den Beruf der Gärtnerin erlernt. Bereits zum 1. März hatten mit Sebastian Marquart und Jonas Dooms zwei neue Brandmeisteranwärter bei der Berufsfeuerwehr ihren Dienst aufgenommen.

„Wir liegen zentral, und das duale Studium ist attraktiv, denn wir zahlen neben dem Studium auch das Anwärtergehalt“, erklärte Katja Gorzolka als Ausbildungsleiterin der Stadt, warum der öffentliche Dienst und speziell Neumünsters Verwaltung offenbar ein attraktiver Arbeitgeber für junge Leute ist.

Auch das Finanzielle kann sich sehen lassen: Bei den Verwaltungsfachangestellten beginnt die Ausbildungsvergütung bei 853 Euro und erreicht 950 Euro im dritten Jahr. Beamtenanwärter dürfen mit mehr als 1000 Euro rechnen. „Und die Aufstiegsmöglichkeiten bei der Stadt sind gut“, sagte Stadtrat Humpe-Waßmuth.

Wegen des demografischen Wandels hat sich der Markt gedreht. „Die Betriebe müssen sich um den Nachwuchs bemühen, und die Auszubildenden haben gute Karten, übernommen zu werden“, sagte Humpe-Waßmuth. „Im Verwaltungsbereich und bei der Feuerwehr bilden wir für unseren eigenen Bedarf aus“, sagte Katja Gorzolka.

Hier ist auch das Interesse am größten. So gingen bei den zwei Auswahlverfahren für die Verwaltungsfachangestellten 127 und dann noch einmal 191 Bewerbungen ein. Für die Beamtenlaufbahn und das duale Studium zum Bachelor of Arts Public Administration, also für allgemeine Verwaltung, gab es 245 Bewerbungen, wobei zwei der Stellen nur intern ausgeschrieben waren. Bei den Brandmeisteranwärtern der Berufsfeuerwehr waren es 179 Bewerbungen.

Das Interesse an den technisch-gewerblichen Ausbildungsberufen war deutlich geringer. Gab es für die Gärtnerausbildung bei der Stadt 16 Bewerbungen, waren es bei der Stelle zur Fachkraft für Abwassertechnik 15 Kandidaten. Insgesamt hat die Stadt bei rund 1400 Mitarbeitern jeweils zwischen 35 und 40 Auszubildende, berichtete Katja Gorzolka. Die Ausschreibung für den Jahrgang 2016 läuft bereits. Bewerbungsschluss ist bereits der 10. September.

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erstellt am 07.Aug.2015 | 07:45 Uhr

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