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Holsteinischer Courier

23. August 2017 | 14:45 Uhr

Wettbewerb : 770 Stufen rauf in acht Minuten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Feuerwehrmänner Stefan Kanschat und Nils Semmelhaack starten erneut beim Treppenlauf in Berlin. Es ist eine Schinderei in voller Montur.

Neumünster | Sie wollen es noch einmal wissen: Neumünsters „Feuerwehrläufer“ Stefan Kanschat (32) und Nils Semmelhaack (28) wollen beim internationalen Treppenlauf der Feuerwehren, dem „Firefighter Stairrun“, in Berlin am kommenden Sonnabend einen neuen Rekord anpeilen. „Wir werden versuchen, unsere Zeit vom Vorjahr zu unterbieten“, kündigte Stefan Kanschat gestern gegenüber dem Courier an.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, da das Neumünsteraner Duo wegen seiner guten Vorjahresleistung diesmal im Feld der 20 schnellsten Teams antreten darf. Das verspricht weniger Gerangel und damit unter dem Strich schnellere Zeiten. Im vergangenen Jahr schafften die Neumünsteraner den kräftezehrenden Parcours in 7:51,8 Minuten. Das reichte immerhin für den 23. Platz unter über 700 teilnehmenden Feuerwehrteams aus ganz Europa.

Der „Firefighter Stairrun“ wird zum dritten Mal von der Berliner Feuerwehr organisiert und ist eine echte Schindertour: Jeweils zu zweit müssen die Teilnehmer die 770 Stufen des Park-Inn-Hotels in Berlin bis in den 39. Stock in 125 Metern Höhe zurücklegen – wie in einem Ernstfall in voller Montur und mit Atemschutzgeräten auf dem Rücken. Dabei zählt das Team: In der obersten Etage angekommen, dürfen die Teampartner nicht mehr als eine Armlänge voneinander getrennt sein.

Mehr als 700 Feuerwehrleute aus ganz Europa und den USA haben sich zu dem kräfteraubenden Wettbewerb angesagt. Die beiden Neumünsteraner vertreten dabei gleichzeitig Schleswig-Holsteins Landesfarben. Sie sind die einzigen Berufsfeuerwehrmänner aus Schleswig-Holstein. Im großen Feld wagen sich allerdings auch sportbegeisterte Feuerwehrmänner aus Freiwilligen Wehren des Landes an die Herausforderung.

Stefan Kanschat und Nils Semmelhaack fühlen sich fit: Seit dem Umzug der Feuerwehr an die Färberstraße können sie zwar nicht mehr im Treppenhaus des Schlauchturms trainieren, dafür haben sie sich regelmäßig auf der neuen „Endlosleiter“, einem speziellen Trainingsgerät für Feuerwehrleute, in der neuen Wache fit gemacht.

Mehrere Wochenenden haben sie darüber hinaus gemeinsam an der Kanalbrücke in Grünenthal abgearbeitet: Dort führt eine Versorgungstreppe vom Kanalufer über 40 Höhenmeter hinauf bis fast unter die Brücke. „Eine ideale Trainingsstrecke“, wie Feuerwehrmann Stefan Kanschat findet.

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erstellt am 16.Apr.2015 | 08:00 Uhr

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