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Sterntaucher-Kulturfestival : 700 Besucher bei der Festivalpremiere

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

52 Stunden Musik wurde den Besuchern des Sterntaucher-Kulturfestivals geboten. Veranstalter und Gäste waren zufrieden.

Neumünster | Entspannt, fröhlich und friedlich: Gut 700 Besucher aus dem ganzen Land sowie aus Hamburg, Berlin und Niedersachsen feierten am Wochenende das erste Sterntaucher-Kulturfestival (SKUFE) am ehemaligen Lokschuppen an der Brückenstraße. Durchgehend 52 Stunden lang bis zum frühen Sonntagabend dauerte das Spektakel, das neben Musik zahlreiche Mitmachaktionen für Groß und Klein bot. Wochenlang hatte der Organisator Nico Andresen mit seinen rund 60 Mitstreitern hier aufgeräumt und aufgebaut, sodass sich dem Premierenpublikum am Freitagnachmittag ein fantasievoller „Kunstraum“ mit vielen Facetten präsentierte (der Courier berichtete).

Doch der Start verlief zunächst holperig. Wegen fehlender Sicherheitsmaßnahmen nahm die Berufsfeuerwehr den Festivalplatz am Freitagmittag nicht ab. „Es fehlte die Beleuchtung für die Notausgänge, an einer Stelle hatten wir statt eines geforderten Bauzauns nur mit Flatterband abgesperrt“, räumte Andresen ein. Zusätzlich forderten die Brandschützer weitere Feuerlöscher, die nicht vorhanden waren. Erst mit rund vierstündiger Verspätung und nach einer zweiten Begehung konnten die Besucher dann das Gelände betreten und das Programm startete.

Auch der Zeltplatz neben dem Gelände füllte sich zusehends. Rund 30 Camper schlugen hier ihr Lager auf, um ja nichts zu verpassen. Denn neben drei Musikbereichen, die im „Schmelztiegel“, in der „Feuerqualle“ und im „Strommast“ von Elektromusik über Poprock bis hin zu Reggae nahezu jeden Geschmack bedienten, boten außerdem der „Hörspielzug“, der „Treibsand“ und die „Feuerstelle“ Gelegenheit zur entspannten Unterhaltung.

Insgesamt wirkten mehr als 30 Gruppen und Discjockeys am Programm mit. Zudem wurde das Areal von zahlreichen Künstlern praktisch in jeder Ecke mit überraschenden Hinguckern bestückt, zu denen Lichtinstallationen ebenso wie bequeme Sitzmöbel aus Palettenholz und Objekte aus (oder besser in) Mülltonnen gehörten.

„Hier gibt es überall etwas zu entdecken. Die Gruppe ist unglaublich kreativ. Was die hier aufgezogen haben, ist einfach toll“, begeisterte sich die Rendsburgerin Maren Kirch (22). Ebenfalls ihren Spaß hatten Marita Ölze (53) aus Kiel und ihre Freundin Gisela Braun (55) aus Bad Bramstedt, die mit der Gruppe „Soulfinger“ schon am Freitagabend ordentlich abfeierten. „Das ist doch mal etwas anderes. Die Musik ist toll. Die Leute sind supergut drauf. Wir sind morgen wieder hier“, waren sich die beiden einig.

„Die Auflagen waren streng. Aber wir freuen uns, dass alles so gut angekommen ist. Jetzt sind wir zwar alle platt, aber glücklich“, erklärte Nico Andresen gestern mit dem Versprechen, das Festival im kommenden Jahr an gleicher Stelle zu wiederholen. Erfreut über die gute Resonanz zeigte sich auch Peter Tadsen aus dem Vorstand des Vereins Kulturlokschuppen, der das Gelände an Andresen vermietet hatte. „Das Fest passt genau in unser Konzept“, sagte er. Ebenfalls positiv fiel das Fazit der Sanitäter und Sicherheitskräfte aus. „Das Publikum war total lieb und entspannt. Es hat keinerlei nennenswerte Zwischenfälle gegeben“, hieß es aus ihren Reihen. Manfred Born (43) aus Wittorf brachte es für die Mehrheit der Besucher und Beteiligten letztlich so auf den Punkt: „Das ist eine tolle Sache. So etwas braucht Neumünster“.
 

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