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Holsteinischer Courier

23. November 2017 | 10:29 Uhr

Nortorf : 63-Tonnen-Koloss sorgt für Strom

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Umspannwerk Nortorf erhält leistungsstärkeren Transformator.

von
erstellt am 25.Mai.2016 | 09:00 Uhr

Nortorf | Zwei Tage lange brauchte der Schwerlasttransporter für die 800 Kilometer von Regensburg nach Nortorf. Gestern morgen dann kam der rund 28 Meter lange Lkw am Umspannwerk in der Industriestraße an. Im Gepäck: Ein 63-Tonnen schwerer neuer und leistungsfähigerer Transformator, der ab sofort rund 40  000 Haushalte in Nortorf und Umgebung mit Strom versorgen wird.

Im Umspannwerk wird der in der Region erzeugte Windstrom von 20  000-Volt-Mittelspannung auf 110  000-Volt-Hochspannung umgewandelt und schließlich in das Netz von Schleswig-Holstein Netz eingespeist. Die Anschaffung des neuen Großtransformators sei aufgrund der gestiegenen Einspeisung von Windstrom notwendig geworden, teilte Jens Peter Solterbeck, technischer Leiter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde gestern mit. „Hier ist so viel Windenergie entstanden, dass die Leistung des alten Transformators nicht mehr ausgereicht hat.“ Aussortiert werde dieser aber nicht. Ab sofort wird der 50-Tonnen-Koloss in Felde das Umspannwerk unterstützen. Dort hat SH Netz 1,1 Millionen Euro in die Erweiterung des Werkes investiert. Neben dem zweiten Transformator wurden auch die dazugehörigen Schaltfelder installiert. Damit versorgt werden können rund 12  000 Haushalte.

Die 500  000 Euro-Neuanschaffung für Nortorf sei schon lange geplant, teilte Volker Mielisch mit. „Von der Bestellung bis zur Lieferung hat der Prozess ungefähr ein Jahr gedauert“, so der Mitarbeiter für Unternehmenskommunikation. Der 7,2 Meter lange und 3,2 Meter breite Transformator wurde aufgrund seines Schwergewichtes von 63-Tonnen statt mit einem Kran auf Gleisen verschoben. Sowohl auf dem Lkw als auch auf dem Fundament waren diese bereits verlegt, so dass das Herüberschieben nur wenige Minuten gedauert hat. Anschließend wurden das Ölausdehnungsgefäß und die sogenannten Kerzen montiert. Die Inbetriebnahme ist für Freitag, 27. Mai, geplant. „Vorher muss noch die Schutz- und Sicherheitstechnik eingestellt werden“, erklärte Solterbeck. Dann steht dem Umspannwerk statt eines 25-Megavoltampere-Transformators ein 40-Megavoltampere starker zur Verfügung. Der in der Region erzeugte Windstrom wird von 20  000-Volt-Mittelspannung auf 110  000-Volt-Hochspannung umgewandelt und in das Netz eingespeist. Zudem sichert das Umspannwerk die Stromversorgung in Nortorf sowie in den umliegenden Gemeinden.  

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