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Zentrale Kundgebung : 60 Streikende fuhren nach Kiel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

60 Angestellte vom Landesvermessungsamt, von der Autobahnmeisterei, vom Landeslabor und aus den Schulen beteiligten sich an der Kundgebung.

Neumünster | „So verhärtet wie im Moment haben wir die Fronten noch nicht erlebt“, meinte Iris Deutschmann. „Nachdem Warnstreiks und Verhandlungen keine Annäherung zwischen der Gewerkschaft und öffentlichen Arbeitgebern gebracht haben, rechnen wir nun mit einer Urabstimmung zum Flächenstreik“, beschrieb das Verdi-Mitglied die Situation nach der dritten Verhandlungsrunde (der Courier berichtete).

Um die Forderungen der GEW zu unterstützen und vor allem, „um sich mit den angestellten Lehrern solidarisch zu erklären“, traf sich Iris Deutschmann gestern mit Kollegen vom Landeslabor zur Kundgebung vor der Elly-Heuss-Knapp-Schule.

Auch Frauke Schnackenberg-Jensen war dabei. Die ausgebildete Erzieherin und Heilpädagogin arbeitet seit 36 Jahren als pädagogische Mitarbeiterin in einem Itzehoer Förderzentrum. „Wir erstellen Förderpläne, schreiben Entwicklungszeugnisse und erteilen eigenverantwortlichen Unterricht. Kurz: Die Arbeit eines Heilpädagogen ist bis auf die überprüfende Diagnostik identisch mit der eines studierten Sozialpädagogen. Ganz anders sieht es bei der Bezahlung aus. Während ein verbeamteter Lehrer A13 bekommt, sind wir in die Lohngruppe 9 eingestuft. Im Monat macht das einen Unterschied von rund 1000 Euro netto aus“, erklärte die Itzehoerin.

Insgesamt 60 Angestellte vom Landesvermessungsamt, von der Autobahnmeisterei, vom Landeslabor und aus den Schulen beteiligten sich an der Kundgebung. „Ich bin froh, dass so viele Menschen gekommen sind“, sagte Siegbert Schwab, GEW-Kreisvorstand, bevor er sich in Richtung DGB-Haus auf den Weg machte. Von dort ging es mit dem Bus zur Demonstration nach Kiel. „Am Sonnabend ist die nächste Verhandlungsrunde in Potsdam. Man wird sehen“, meinte Schwab nachdenklich.

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erstellt am 27.Mär.2015 | 07:15 Uhr

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