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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 19:08 Uhr

Boostedt : 55 000 Soldaten werden versorgt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Munitionslager in Boostedt gehört zu den größten in der Bundesrepublik. Gestern gab es einen Wechsel in der Betriebsführung.

Boostedt | Boostedt bleibt auch nach der Abwicklung der Rantzau-Kaserne Bundeswehrstandort: Vom Munitionslager, das zwischen Boostedt und Freiweide liegt, werden 55 000 Soldaten versorgt. Gestern wechselte die Leitung im Boostedter Munitionslager, einem der größten in der Bundesrepublik.

Mit dem feierlichen Übergabeappell durch den Leiter des Munitionsdepots Laboe, Korvettenkapitän Andreas Schramm, von Hauptmann Gerhard Hansen an Hauptmann Bernhard Haase steht das Bundeswehr-Munitionslager Boostedt nun unter neuer Leitung. Der 55-jährige Neumünsteraner Hansen trat seinen Dienst in der Bundeswehr 1981 an und war seit 2006 Leiter und Kasernenkommandant der militärischen Liegenschaft. Er geht mit Stichtag 1. März nun in den Ruhestand. Allerdings wird er als Reservist bei Abwesenheit von Haase dessen Stellvertretung übernehmen.

Für den ebenfalls aus Neumünster stammenden Bernhard Haase (48) geht mit der Übernahme der Leitung auch ein persönlicher Wunsch in Erfüllung. Denn seit 2002 ist er mit seiner Familie in Boostedt zuhause. Seine letzter Dienststandort war das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Hier hatte er den Posten des Schießsicherheitsoffiziers inne. „Ich war von 1987 bis 1993 schon einmal in Boostedt stationiert, und ich wollte gerne wieder hierher“, erklärte er.

Verantwortlich ist Haase jetzt für sechs Soldaten sowie für zurzeit 62 Zivilangestellte, die als Munitionsfacharbeiter und Verwaltungskräfte auf dem Gelände tätig sind.

Organisatorisch ist das Munitionslager Boostedt Bestandteil des Munitionsdepots Laboe. „Sichergestellt wird von Boostedt aus die Versorgung der Truppe (55 000 Soldaten) im Zuständigkeitsbereich Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein sowie Niedersachsen, Hamburg und Bremen. Außerdem übernimmt das Lager seit Ende 2013 die Annahme der aus Afghanistan zurückkehrenden Munition“, erläuterte Andreas Schramm.

Doch schon 1937 wurde das Gelände in Boostedt militärisch genutzt, das seit 1956 im Betrieb der Bundeswehr ist. Was man von außen gar nicht vermutet, ist die Größe des Areals. Es umfasst eine Fläche von mehr 220 Hektar auf der 83 erdeingedeckte Munitionslagerhäuser stehen. Dazu kommen ein rund zwei Kilometer langer Bahnanschluss und noch einmal 16 Munitionslagerhallen.

Die gesamte Lagerfläche beträgt gut 29 000 Quadratmeter. „Der Sicherheitsstandard ist sehr hoch. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund zehn Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Die Aufträge wurden dabei hauptsächlich an örtlich Firmen vergeben“, berichtete Schramm.  



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erstellt am 28.Feb.2016 | 10:00 Uhr

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