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Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 04:02 Uhr

Lokschuppen : 52 Stunden Rock, Rap und Revue

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Freitagnachmittag startet auf dem Gelände beim Lokschuppen das erste Sterntaucher-Skufe-Kulturfestival. 14 Bands und 20 DJs treten auf.

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2015 | 06:00 Uhr

Neumünster | Seit Monaten laufen die Vorbereitungen, jetzt wird es Ernst: Am kommenden Wochenende verwandelt sich das Gelände rund um den ehemaligen Lokschuppen an der Brückenstraße zur Festival-Hochburg für Musik- und Kulturfans. 14 Bands, 20 Discjockeys und diverse weitere Künstler aus ganz Deutschland wollen bei der Premiere des Sterntaucher-Kulturfestivals von Freitag um 14 Uhr bis Sonntag um 18 Uhr nonstop für Programm sorgen. Veranstalter Nico Andresen und sein Team rechnen mit 500 bis 800 Besuchern. Wer will, kann auf einer großen Wiese auch campen.

„Wir sind ein kleiner Haufen lebendiger und begeisterter Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gute Musik mit gutem Essen und der Natur zu verbinden. Wir wollen Leute begeistern und Neues wagen“, sagt Andresen. Der 41-jährige Kieler ist Mitglied im Verein Kulturlokschuppen, der das historische Gelände im vergangenen Herbst von der Bahn gemietet hat (der Courier berichtete). „Schon im Dezember war mir klar, dass sich dieser Platz optimal für ein Festival eignet. Seitdem arbeite ich mit meinem Team unter Hochdruck an der Umsetzung“, sagt er und hat einiges auf die Beine gestellt.

Das Festival ist in verschiedene Bereiche wie „Schmelztiegel“, „Feuerqualle“ und „Treibsand“ unterteilt. Jeder einzelne bietet eine ganz eigene Musik- und Themenrichtung. Rock-, Reggae-, Rap- oder Funk-Fans sollen ebenso auf ihre Kosten kommen wie Jazzer und Freunde vom Plattdeutschen Rap. Das ehemalige Kohle-Lager wird zum „Electro-Floor“, dort legen DJs nicht nur CDs, sondern vor allem Vinyl-Platten auf. Selbst für Kinder gibt es unterschiedliche Aktivitäten. Während tagsüber Show-Einlagen und Attraktionen für Groß und Klein auf dem Programm stehen, wird am Abend das Lagerfeuer am zentralen Ort entfacht, an dem es eine Revue geben soll. Bunt und schrill ist die Dekoration. Aus alten Mülltonnen haben die Organisatoren Sitze und Show-Lichter gebastelt, Bänke und Verkaufsbuden sind aus altem Sperrholz. „Die Nachhaltigkeit ist uns ganz wichtig“, sagt Nico Andresen.

Karten für das Sterntaucher-Kulturfestival gibt es an der Eingangskasse ab Freitag um 12 Uhr zu kaufen. Das Wochenend-Ticket inklusive Zeltplatz kostet 25 Euro zuzüglich 5 Euro Müllpfand, das Tagesticket 12 Euro plus 2 Euro Parkgebühr. Jugendliche unter 18 Jahre zahlen 5 Euro Eintritt, Kinder unter 14 Jahren sind in Begleitung eines Erwachsenen frei. Tiere sind auf dem Festivalgelände nicht erlaubt. Und die Sicherheit ist für Nico Andresen besonders wichtig. „Das gesamte Gelände ist eingezäunt und es gibt einen Sicherheitsdienst“, sagt er. 50 bis 60 Helfer sollen am Wochenende im Einsatz sein.

STANDPUNKT

von Christian Lipovsek

Als das Wacken Open Air 1990 startete, trafen sich keine 800 Fans in der Kiesgrube der kleinen Gemeinde im Kreis Steinburg. Mittlerweile  gilt es als größtes Heavy-Metal-Festival der Welt, das jährlich rund 85000 Besucher anzieht. So groß muss das Sterntaucher-Festival gar nicht werden. Wichtig ist, dass das historische Gelände des Lokschuppens wieder belebt ist und dort    Veranstaltungen stattfinden. Den Organisatoren ist zu wünschen, dass sie Erfolg haben. Das wäre ein neues  Aushängeschild für die Stadt. So viel Engagement verdient Respekt und Anerkennung. Davon benötigen wir mehr. Das Gute ist: Die Mitglieder des Vereins Kulturlokschuppen haben schon weitere Ideen.

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