Rickling : 5000 Besucher kamen zum Weihnachtsmarkt des Landesvereins

Reißenden Absatz fanden die Weihnachtssterne, die Sontka Friedrichsen (rechts), Mitarbeiterin im Bereich Wohnen und Fördern, mit ihren Helfern Julien Valentin (links) und Bianka Fischer anbot.
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Reißenden Absatz fanden die Weihnachtssterne, die Sontka Friedrichsen (rechts), Mitarbeiterin im Bereich Wohnen und Fördern, mit ihren Helfern Julien Valentin (links) und Bianka Fischer anbot.

Der Weihnachtsmarkt des Landesvereins lockte mit viel Kunsthandwerk und einem bunten Programm.

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01. Dezember 2014, 09:00 Uhr

Rickling | Für viele ist der Weihnachtsmarkt des Landesvereins ein fester Termin in der Adventszeit. Rund 5000 Besucher tummelten sich deshalb auch gestern auf dem Gelände des Psychiatrischen Zentrums in Rickling, um schöne Sachen zu kaufen und von zahlreichen Leckereien zu naschen.

Die rund 45 Stände der Abteilungen der Einrichtung boten dabei alles, was das Herz begehrt. Essen und Trinken, Holzarbeiten, Gestecke, selbst gekochte Marmeladen und Basteleien, Gesticktes und Gestricktes fanden reißenden Absatz. Aber der Adventszeit zum Trotz kaufte sich Familie Schumann aus Gadeland einen originellen Osterhasen. Für ein jahreszeitlich passendes Gesteck hatte sich dagegen Jennifer Bienz (23) entschieden. „Wir sind mit der Familie hier, und es gefällt mir gut“, lautete das Lob der Kielerin. Neben dem bunten Markttreiben waren auch wieder die Kapelle zum gemeinsamen Singen sowie der Buchladen zum Stöbern geöffnet. Und wer Interesse an kleinen, gezackten Kunstwerken hatte, den zog es zur Tauschbörse der Briefmarkenfreunde.

Posaunen- und Gospelklänge sorgten ebenso wie die Flötenkinder der „Fahrenkruger Spatzen“ für die passende musikalische Begleitung. Auch für die Kleinen gab es großes Programm: Sie konnten malen oder sich in der Sporthalle austoben.

„Die Stationen präsentieren ihre Stände, um für ihre Gruppen ein bisschen Geld einzunehmen. Oft reicht das Taschengeld der Bewohner nicht für Weihnachtsgeschenke oder andere Kleinigkeiten, und darum bringen sich die Mitarbeiter hier voll ein“, erklärte Frank Vilsmeier, Leiter des Pflegedienstes im Psychiatrischen Zentrum. Auch Sontka Friedrichsen von der Station Wohnen und Fördern wusste schon, was sie mit dem Erlös des Weihnachtsstern-Verkaufs anfangen möchte. „Wir brauchen immer Spiele und Kleinigkeiten für die Bewohner“, sagte die engagierte Mitarbeiterin.

Organisiert wird der Markt vom Team der Freizeittherapie. „In diesem Jahr haben wir den Aufbau etwas großzügiger gestaltet, um es auch für Rollstuhlfahrer besser zugänglich zu machen. Mit den Vorbereitungen für den Markt beginnen wir schon kurz nach dem Sommerfest, denn alles wird in freiwilliger Freizeitarbeit geleistet“, erzählte Rainer Gomert, Mitarbeiter im Erziehungsdienst.

Der Erfolg des Weihnachtsmarktes gibt den Organisatoren recht. Überall auf dem Gelände sah man etwas verfrorene, aber dennoch durchweg fröhliche Gesichter.

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