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Maybebop : 500 Besucher feierten die Band ohne Instrument

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Maybebop spielte auf Einladung des Lions-Clubs Neumünster-Holsten im Theater der Stadthalle.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2015 | 15:00 Uhr

Neumünster | Dem Lions-Serviceclub Neumünster-Holsten ist ein Coup gelungen: Am Sonnabend holten sie die Vocalband Maybebop ins Theater in der Stadthalle – und die entpuppte sich als unterhaltsam in zahlreichen Facetten.

Das Quartett mit Sebastian Schröder, Oliver Gies, Lukas Teske und Jan Bürger kommt vollständig ohne Instrumente aus, arbeitet lediglich mit der Kraft der Stimme; und die hatte es vom Countertenor bis zum Keller-Bass in sich.

Mehr als 500 Besucher feierten die vier Musiker und ihr neues Programm „Weniger ist mehr“ im nicht ganz ausverkauften Theater. „Absolut genial“, „der Hammer“, „Das hat man noch nicht gesehen“, warfen die Besucher in der Pause und nach dem Konzert regelrecht mit Superlativen und Lob um sich. Eigene Kompositionen wussten ebenso zu überzeugen wie neu arrangierte Klassiker. Ihre Texte waren witzig bis schwarzhumorig, berührend, sanft und teils auch ein wenig skurril. So forderten die Musiker die Kreativität des Publikums heraus. Es sollten Themen gerufen werden, über die garantiert noch kein Lied komponiert wurde.

Es kam wie es kommen musste. Die gesammelten Themen: Tatortreiniger, Schwangerschaft, Achselschweiß, Lokführerstreik, Napfkuchen und Gleichberechtigung. Maybebop improvisierte daraus einen erstklassigen Reggae. Und das Publikum trällerte den spontan entstandenen Refrain „Fahr öfter mit der Bahn, da tut dir Tolles widerfahren“ Minuten später gekonnt mit. Es war eine so gute Stimmung im Saal, dass die Lions schon jetzt überlegen, Maybebop im kommenden Jahr wieder nach Neumünster zu holen.

Den Kontakt zu der Gruppe hatte Jan-Paul Reimers auf die Beine gestellt. „Ich kannte sie schon und hatte auch mal einen Workshop von Oliver Gies besucht. Ein Jahr haben wir daran gearbeitet, sie nach Neumünster zu bekommen“, erzählte Reimers. Preislich sei die Veranstaltung aber durchaus ein Wagnis gewesen. „Unsere Karten liegen sonst bei 18 bis 20 Euro, jetzt waren es über 30 Euro. Umso glücklicher sind wir, dass alles so gut geklappt hat und so viele Besucher gekommen sind“, so Jan-Paul Reimers weiter.

Die Erlöse aus dem Konzert kommen sozialen Projekten in der Stadt zugute. Wie viel Geld genau zusammen gekommen ist, werden die Lions Neumünster-Holsten in den kommenden Tagen mitteilen.

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