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Seltenes Jubiläum : 50 Jahre bei den Stadtwerken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Günter Puphal (65) aus Wittorf ist ein Urgestein und ein Vorbild für die Kollegen / Er erlebte den Wechsel von Gaslaternen zur elektrischen Beleuchtung

Neumünster | Stadtwerke-Besucher fragten sich gestern alle eines: Wer ist Günter? Denn an der Eingangstür, an Wänden und Fenstern hingen Zettel: Ein altes Foto war zu sehen und „Herzlichen Glückwunsch Günter“. Das galt Günter Puphal (65) aus Wittorf, der gestern sein 50-jähriges Arbeitsjubiläum bei den Stadtwerken feierte – laut Geschäftsführer Norbert Bruhn-Lobin ist er der erste Jubilar mit dieser stolzen Zahl an Berufsjahren.

Dementsprechend tummelten sich auch viele langjährige Kollegen um das Urgestein der Stadtwerke. Geschäftsführer Norbert Bruhn-Lobin überreichte eine Urkunde, Jörg Hübner, Sachbereichsleiter Technischer Service Netzbetrieb, skizzierte mit launigen Details den Werdegang des Jubilars.

Dieser absolvierte eine Lehre als Starkstromelektriker, erlebte die Umstellung von Gaslaternen auf elektrische Beleuchtung. „Gaslaternen gab es an der Bismarck-, der Lornsen- und der Vicelinstraße“, erinnerte sich Puphal. Jahrzehntelang war er bei der Straßenbeleuchtung, dann im Entstördienst tätig. Günter Puphal war der Erste vor Ort, wenn irgendwo der Strom ausfiel. „Er hat das Licht nach Neumünster gebracht“, sagte Bruhn-Lobin. Hübner erwähnte augenzwinkernd das NSG 6000. Dabei handelte es sich um ein Entstörgerät – und ein solches altes Gerät schenkte ihm Kollege Sven-Uwe Sarau. Seine alten Kollegen Horst Sprigade (73) und Hans-Jürgen Herrmann (69), mit dem Puphal fast 30 Jahre zusammenarbeitete („wir waren das lustigste und lauteste Team“), lobten seine profunden Fachkenntnisse. „Er brauchte nicht in die Pläne gucken, er hatte das Kabelnetz im Kopf. Günter konnte man überall hin schicken. Wir glauben nicht, dass die Stadtwerke je wieder so einen Mitarbeiter finden werden“, waren sie sich einig. Ein geflügelter Spruch bei den SWN lautete: „Wenn was daneben geht, frag’ Günter.“

Aber auch seine Fragen waren legendär, mit denen er die Kollegen testete: Wer war der „Kran von Schifferstadt“? Inzwischen wissen es alle: Der Ringer Wilfried Dietrich, der 1972 bei den Olympischen Spielen mit einem sensationellen Schultersieg den amerikanischen Koloss Chris Taylor besiegte. Erwähnt wurde ebenfalls – zur Freude seiner Ehefrau Monika – die Brotdose Puphals, die sie fast 30 Jahre mit Brot, Obst und Süßigkeiten bestückte – sehr zum Begehren der Kollegen.

Gerührt freute sich Puphal über die Reden. Hübner brachte es auf einen Punkt: „Du bist die Stütze, das Gewissen und die Weisheit der Abteilung.“

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erstellt am 03.Dez.2016 | 13:00 Uhr

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