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Schwale Bräu : 5 Prozent Alkohol, 10 Prozent Dividende

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schwale Bräu gibt Aktien und Genussscheine aus und soll demnächst auch in Neumünster in der Alten Holstenbrauerei gebraut werden

von
erstellt am 11.Mai.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Seit Kurzem lebt mit Schwale Bräu die Neumünsteraner Braukunst wieder auf. Noch wird das „Premium Craft Beer“ allerdings im Auftrag in Schillsdorf hergestellt. Das soll sich ändern. Carsten Hegenberg und Sven Reents, die Macher hinter dem Neumünster-Bier, wollen den Gerstensaft auf Sicht wieder an historischer Stätte in der Alten Holstenbrauerei brauen. Hier betreiben die beiden Geschäftsleute schon jetzt ihren „Craft Beer Store“ mit Bar.

Finanzieren wollen Hegenberg und Reents das Ganze über die Ausgabe von Aktien und Genussscheinen. „Wir machen damit etwas mit den Neumünsteranern für Neumünster“, sagt Reents. Die Aktiengesellschaft ist noch in Gründung, aber schon beim Handelsregister angemeldet. „Wir investieren hier selbst einen sechsstelligen Betrag. Das haftende Eigenkapital der AG beläuft sich auf 100    000 Euro“, sagt der Vorstandsvorsitzende Hegenberg.

Die Aktien zum Nennwert von 100 Euro sollen zum Preis von 333 Euro ausgegeben werden. Da sie sogenannte Namensaktien sind, wird auf jeder Aktie der Name des Inhabers verzeichnet. „Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras will die erste Aktie zeichnen“, sagt Hegenberg. „Die Aktien sind Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Wir sind auch nicht an der Börse“, sagt Klaus Grassau. Der Unternehmensberater ist Vorsitzender des dreiköpfigen Aufsichtsrats.

Wie es sich für eine richtige Aktie gehört, gibt es auch eine Dividende. „Die Aktionäre erhalten einmal im Jahr einen 10-Euro-Gutschein zum Einkauf, dazu eine Kunden- oder Teilhaberkarte zum vergünstigten Einkauf in Shop und Gastronomie plus eine bevorzugte Gewinnbeteiligung“, so Hegenberg. Außerdem gibt die Gesellschaft Genussscheine zu 33 Euro aus. Hier winken ein Gutschein zu 3,30 Euro im Jahr und die Shop-Karte, aber keine Beteiligung am Gewinn. „10 Prozent Dividende, wer bietet
das heute schon – plus 5 Prozent Alkohol“, sagt Hegenberg augenzwinkernd.
Wie viele Aktien und Genussscheine ausgegeben werden sollen, wollen die Gesellschafter von der Nachfrage abhängig machen. Als Liebhaber-Objekt machen die gedruckten Scheine schon etwas her. Ob sie auch als Kapitalanlage taugen, muss jeder selbst entscheiden. Natürlich gibt es ein Risiko: Wenn die AG pleite geht, sind die Anteilsscheine nichts mehr wert.

„Wir sind uns des Risikos bewusst, haben aber schon ein gutes halbes Jahr Erfahrung mit dem Verkauf. Und der läuft gut“, sagt Carsten Hegenberg. Am 20. Mai öffnet der Biergarten vor Schwale Bräu. Zugleich wird die neue Biersorte namens „Blonder Schwan“ vorgestellt, ein herbes Landbier. An dem Tag soll auch die Zeichnungsfrist für die Aktie und die Genussscheine beginnen.

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