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Jahresbilanz : 460 000 Besucher kamen ins Bad am Stadtwald

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Auch die Zahl der Saunagäste blieb trotz höherer Preise stabil. Der Grundstein für die neue Schwimmhalle soll im Herbst gelegt werden.

shz.de von
erstellt am 03.Jan.2016 | 16:12 Uhr

Neumünster | Trotz einer sehr bescheidenen Freibadsaison mit nur 29  750 Besuchern in den Sommerferien zieht Tom Keidel zufrieden einen Strich unter die Bilanz 2015: Mit rund 460  000 Besuchern konnten der Chef des Bads am Stadtwald und sein Team aus 35 Mitarbeitern im vergangenen Jahr genauso viele Schwimmbegeisterte in der Einrichtung am Hansaring begrüßen wie 2014. Weil die Mehrwertsteuer ab 1. Juli von 7 auf 19 Prozent stieg, mussten die Eintrittspreise für die Sauna angehoben werden (der Courier berichtete), doch auch das zeigte keine Wirkung: 37  500 Gäste nutzen das Schwitzbad und damit fast exakt genauso viele wie im Jahr zuvor. Die Zahl der Kursusteilnehmer, etwa bei der Aqua-Fitness, stieg sogar um 2000 auf gut 19  000 an. Insgesamt machte das von den Stadtwerken betriebene Bad dennoch erneut einen Verlust von rund 3,7 Millionen Euro.

„Als Einrichtung der öffentlichen Daseinsvorsorge konnten wir unsere Attraktivität weiter steigern und werden diesen Weg auch 2016 fortsetzen“, sagt Tom Keidel. Nach dem neuen Anstrich der Fassade, der Dachsanierung in der Kräutersauna, der Renovierung des Dampfbades und der Sanitärräume im Erdgeschoss sowie energetischer Optimierungen im vergangenen Jahr stehen nun die Erneuerung diverser Pumpen, Elektroinstallationen, Beleuchtungen und Fassadenverglasungen an. Die Umkleideschränke und Spinde sollen ausgetauscht, die Fliesen in den Gängen, an den Treppen und Sammelumkleiden erneuert werden. „Die Umkleiden sind immer noch unser größtes Manko“, sagt Tom Keidel.

Das ergab auch eine Kundenzufriedenheits-Umfrage mit 269 Gästen vor Ort und weiteren 500 SWN-Kunden am Telefon. Besonders gut bewertet wurden dagegen die Öffnungszeiten, die Freundlichkeit und der Service des Personals. „Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen, sondern nun die zweite Stufe der Zertifizierung ‚Service-Qualität Deutschland‘ erreichen“, erklärt der Bad-Chef. Drei weitere Mitarbeiter sollen zu sogenannten Qualitätstrainern ausgebildet und die Serviceabläufe erneut unter die Lupe genommen und weiter optimiert werden.

Auf einem guten Weg sieht Keidel das „Projekt Sport 50 für Neumünster“. Dahinter verbirgt sich der Bau der neuen Schwimmhalle mit Panorama-Fenstern im Freibadbereich, die die bisherige Traglufthalle ablösen soll (der Courier berichtete). Die europaweite Ausschreibung für die Planung hat das renommierte Architektenbüro Dr. Krieger aus Velbert in Nordrhein-Westfalen gewonnen. Die Architekten haben bisher nicht nur über 230 Bäder gebaut, sondern betreiben in Deutschland auch selbst zehn Einrichtungen. „Die bringen eine Menge Erfahrung mit“, sagt Tom Keidel. Nachdem in den vergangenen Wochen viele Interessengruppen, etwa Schwimmlehrer, Vereinstrainer, der Stadtteilbeirat oder der Behindertenbeauftragte Hartmut Florian, nach ihren Wünschen befragt und die Anregungen aufgenommen wurden, soll im März der Antrag auf Baugenehmigung gestellt werden. Tom Keidel: „Wir hoffen, dass sich das Genehmigungsverfahren bei der Stadt nicht hinzieht. Denn im Herbst wollen wir den Grundstein legen.“ Ein Jahr später, also im Herbst 2017, soll der 9,6 Millionen Euro teure Bau dann eröffnet werden.

Gute Nachrichten hat der Bad-Chef zum Schluss für die Besucher in diesem Jahr: Die seit 2010 nicht erhöhten Eintrittspreise bleiben laut Keidel weiterhin stabil.

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