Gross Kummerfeld : 42 Anwärter bewiesen sich auf Hof Isemohr

Konzentriert und auch mit Freude waren die Anwärter der Freiwilligen Feuerwehr bei der Sache.
Konzentriert und auch mit Freude waren die Anwärter der Freiwilligen Feuerwehr bei der Sache.

Die Abschlussübung für die neuen Feuerwehrleute im Amt Boostedt-Rickling fand in Kleinkummerfeld statt . Es musste unter anderem eine Schlauchbrücke gelegt werden.

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16. Juli 2015, 17:00 Uhr

Die Amtswehr im Amt Boostedt-Rickling bekommt Verstärkung: Am Montagabend bewiesen 42 Anwärter der Freiwilligen Feuerwehr bei einer Abschlussübung in Kleinkummerfeld, was sie in ihrer Ausbildung gelernt haben.

„Die Anwärter müssen Wasser über lange Wegstrecken legen, einen Löschangriff aufbauen und das Nebengebäude sichern“, erklärte der stellvertretende Kreiswehrführer Jörg Nero die Aufgabe. So eilten also fünf Einsatzfahrzeuge und der Ricklinger Einsatzleitwagen mit Blaulicht und Martinshorn auf den Hof Isemohr und bekämpften den Brand einer Scheune, der mit Hilfe einer Nebelmaschine simuliert wurde. Etliche Schläuche wurden ausgerollt, an Verteiler angeschlossen, über die knackenden Funkgeräte wurden Lageberichte und Anweisungen durchgegeben. An der Einmündung in den Holtdamm bauten die Kameraden eine Schlauchbrücke auf, so dass Autos die Straße passieren konnten. Zusätzlich mussten die Anwärter eine bewusstlose Person bergen.

Nach etwa einer halben Stunde und etlichen Litern Wasser war die Übung zu Ende. „Ich bin zufrieden. Sie haben ihre Arbeit gut gemacht“, kommentierte Michael Strate. Er ist der Fachwart für Ausbildung und hat den Lehrgang geleitet. Über ein Vierteljahr haben die Freiwilligen an elf Abenden und einem Sonnabend Gerätekunde gepaukt, den Aufbau eines Löschangriffs analysiert und den richtigen Umgang mit Rettungsgerät wie etwa Schere und Spreizer geübt.

„Am Ende des Lehrgangs sollen die Anwärter in der Lage sein, unter Anleitung eingesetzt zu werden“, brachte es Michael Strate auf den Punkt. Ein Erste-Hilfe-Kursus schließt sich noch an. Der Lehrgang wird alle zwei Jahre angeboten, und mit der Zahl der Anwärter zeigte sich Jörg Nero zufrieden: „Wir haben damit mehr Zugänge als Abgänge und sind auf dem aufsteigenden Ast.“

Peter Steck hat wie alle anderen auch zusätzlich zum Lehrgang die Feuerwehr ein Jahr lang begleitet. Der Damsdorfer wohnt zwar nicht im Amtsgebiet, durfte aber dennoch mitmachen. „Wir sind vor einem Jahr aufs Dorf gezogen, und ich finde, die Unterstützung der Feuerwehr gehört einfach dazu. Außerdem ist es spannend“, meinte er.

Offiziell zu Feuerwehrmännern erklärt werden die Kameraden im Januar bei der nächsten Jahreshauptversammlung. Über eine Beförderung konnte sich der Ortswehrführer aus Willingrade, Lennart Mielke, schon am Montag freuen: Er ist zum Hauptlöschmeister mit drei silbernen Sternen ernannt worden. Auch der stellvertretende Gemeindewehrführer aus Boostedt, Tobias Rohwedder, wurde befördert. Er darf sich nun Brandmeister nennen. 

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