DRK Neumünster : 40 Jahre Gesprächskreis „Leben mit Krebs“

Andrea Bock (von links), Kirsten Osterkamp, Babett Teege und Heinke Carstens sind vier der 19 Teilnehmer der Selbsthilfegruppe.
Andrea Bock (von links), Kirsten Osterkamp, Babett Teege und Heinke Carstens sind vier der 19 Teilnehmer der Selbsthilfegruppe.

Die Selbsthilfegruppe gibt Betroffenen Halt und wird professionell durch die psychosoziale Krebsberatung unterstützt.

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23. Mai 2019, 15:43 Uhr

Vor drei Jahren erhielt Babett Teege ihre Krebsdiagnose – und sagt: „Ich habe meinen psychischen Halt in der Gruppe ‚Leben mit Krebs‘ gefunden.“ Seit nunmehr 40 Jahren gibt es diese Selbsthilfegruppe beim Deutschen Roten Kreuz.

„Krebs ist nicht nur eine organische Sache. Die Psyche bleibt oft auf der Strecke und man steht alleine da“, sagt Andrea Bock. „Wenn die Therapie abgeschlossen ist, fallen viele in ein großes Loch“, weiß auch Kirsten Osterkamp. Sie ist selbst betroffen und leitet die Gruppe mit aktuell 19 Teilnehmern seit neun Jahren.

„Jeder zweite Mensch erkrankt statistisch im Laufe seines Lebens an Krebs“, erläutert Andrea Osbahr. Die Diplom-Sozialpädagogin ist auch ausgebildete Onkolotsin und leitet beim DRK die Zentrale Kontaktstelle für Selbsthilfe. Der Gesprächskreis „Leben mit Krebs“ für Betroffene und Angehörige wird dabei seit Anbeginn hauptamtlich vom DRK durch die psychosoziale Krebsberatung unterstützt. Drittes Standbein ist seit 2018 ein Projekt, in dem ehrenamtlich Paten kostenfrei die Kinder erkrankter Eltern betreuen.

Der Gesprächskreis „Leben mit Krebs“ trifft sich jeden ersten und dritten Montag im Monat im DRK-Haus an der Schützenstraße 14-16. Ziel ist es, eine weitere Selbsthilfegruppe zu bilden. Weitere Informationen gibt es bei Andrea Osbahr in der Zentralen Kontaktstelle für Selbsthilfe unter Tel. 419119.

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