zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

19. August 2017 | 02:37 Uhr

Ehrung : 40 Jahre den Senioren Zeit geschenkt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Christel Fischer (85) leitet seit vier Jahrzehnten den Senioren-Freitagsclub der Bugenhagengemeinde / Ihr Motiv ist die Nächstenliebe

Auch an diesem Freitag begrüßte Christel Fischer viele Senioren mit Namen, hatte für jeden ein herzliches Wort. Die 85-Jährige stand gestern im Mittelpunkt vieler guter Wünsche und Gedanken: Seit 40 Jahren leitet die Seniorin aus der Böcklersiedlung den Freitagsclub der Bugenhagengemeinde – ein nicht alltägliches „Dienst“-Jubiläum.

Allerdings ist der Kreis für Christel Fischer kein Dienst im herkömmlichen Sinne, sondern Dienst am Nächsten. „Ich hatte damals Zeit, ich wollte für Menschen da sein, und ich bin ein gläubiger Mensch. Das Gemeinsame ist für mich das Wichtigste“, sagt sie über ihre Motivation, jeden Freitag mit den zurzeit 40 Senioren zu singen, ihnen Gedichte, Geschichten und Gedanken vorzutragen, alle geistig fit zu halten und vor allem ihnen das Gefühl der Gemeinsamkeit und auch Geborgenheit zu vermitteln. Vor allem Letzteres ist für viele Clubmitglieder wichtig, vor allem, wenn der Partner schon verstorben ist und die Kinder, falls es sie gibt, weit weg wohnen – quasi ein zweites Zuhause.

Pastorin Maike Windhorn-Stolte würdigte gestern auf einer kleinen Feier das Wirken der gebürtigen Pommerin, die 1968 mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Johann Theodor nach Neumünster kam und Mutter zweier Töchter ist: „40 Jahre sind eine unglaubliche Zeit. Ich möchte Gott danken, dass er ihr die Kraft, das Durchhaltevermögen und die Gesundheit gegeben hat, dass wir dies Geschenk haben und Gott Ihnen diese Jahre geschenkt hat.“ Im Freitagsclub werde jeder persönlich begrüßt, es werde der Kranken gedacht, und Christel Fischer würde auch diejenigen besuchen, die jetzt in Pflegeheimen wohnen, und Grüße und Neuigkeiten an die Clubmitglieder überbringen: „Sie hat immer viel mit innerer Wärme gedacht, das Persönliche ist die Stärke und das Besondere dieses Clubs.“

Nach einer Andacht sangen die Kita-Kinder der Gemeinde über die Wanzen auf der Mauer, den Kabeljau von Heinz Erhardt, den im Hühnerstall Motorrad fahrenden Opa und das Lied „Hier stehe ich, denn Gott liebt mich sehr.“ Die Kirchenkinder verteilten Herz-Karten an alle. Unter den Gästen war ein ganz besonderer: Pastor Heinz Wischnewski (81), der die Gemeinde von 1962 bis 1978 leitete. Er erzählte von den Anfängen und war mit Pastorin Susanne Hansen einig: „Christel Fischer ist ein Segen für die Gemeinde.“ Die Jubilarin gab sich bescheiden: „Das ist nicht mein Verdienst, das ist Gottes Wille.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 11.Mai.2014 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen