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Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 08:03 Uhr

Heldmühlen : 370 Wehrleute im Wald

vom

Große Waldbrandübung mit Einsatzkräften aus Heidmühlen Boostedt, Kleinkummerfeld und Großenaspe.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 07:32 Uhr

Heidmühlen | So viel Rot hat es im Forst Heidmühlen/Glashütte noch nie gegeben: Rund 370 Feuerwehrmänner und -frauen aus dem Kreisgebiet Segeberg probten dort gemeinsam mit dem Flugdienst und dem THW aus Wahlstedt den Ernstfall eines Waldbrandes. Im Einsatz waren dabei auch Kameraden aus Rickling, Fehrenbötel und Heidmühlen sowie aus Boostedt, Kleinkummerfeld und Großenaspe. Mit dieser zweiten Übung überprüfte der Kreisfeuerwehrverband Segeberg das seit 2010 existierende Waldbrandkonzept.

"Im Jahr 2011 hatten wir schon einmal eine Alarmübung. Heute sollen die Wehren in ihren Aufgaben auch die Abläufe des dreistufigen Konzeptes in der Praxis erproben", erklärte der Einsatzleiter und neue Kreiswehrführer Rolf Gloyer. Gloyer, der seinen aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Stuvenborn verrichtet, informierte weiter: "Das Konzept wurde in Anlehnung zu den Erfahrungen aus Niedersachsen erarbeitet." Dort hatte 1975 ein einwöchiger Waldbrand in der Nähe von Meinersen bei Gifhorn das Leben von fünf Feuerwehrmännern gefordert.

Für die Übung wurde in Absprache mit den zuständigen Förstern Helmut Mielke (Heidmühlen) und Matthias Sandrock (Glashütte) das Einsatzgebiet abgesteckt, indem sich fiktiv zwei "Brandherde" entwickelten. Alarmiert durch den Flugdienst der Kreise Segeberg und Stormarn meldete die Leitstelle Holstein zunächst "Feuer klein", worauf sich die ersten beiden Löschzüge in Bewegung setzten. Unter der Leitung des Gemeindewehrführers Jörg Neugebauer (Feuerwehr Wahlstedt) wurden zum Schutz der Kolonie Glashütte zwei Wasserwände aufgebaut, für die jeweils eine 700 Meter lange Wasserförderung aufgebaut werden musste. Hierzu wurden mit der Meldung "Feuer mittel" weitere Wehren alarmiert.

Dann wurde eine zweiter "Brandherd" entdeckt und "Feuer groß" gemeldet, so dass weitere Einsatzkräfte angefordert wurden. Zugang zum zweiten Einsatzgebiet verschaffte den Feuerwehren das THW, indem es mit schwerem Gerät die Wege von umgestürzten Bäumen freiräumte. Für die notwendige Logistik wurde außerdem der ABC-Zug hinzugezogen.

Letztlich lief nicht alles glatt, aber größere Ausfälle waren nicht zu beklagen. "Das Konzept als solches passt, doch man kann ja immer noch etwas besser machen", erklärte denn auch Rolf Gloyer zum Ende der Großübung nach gut drei Stunden zufrieden.

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