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Boostedt : 35 Frauen und Männer lernen den Feuerwehralltag kennen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Anwärter werden ausgebildet. Die Abschlussübung findet am 17. Juli statt.

Boostedt | Nachschub für die Freiwilligen Feuerwehren im Amt Boostedt-Rickling: Seit einigen Wochen absolvieren 29 Männer und sechs Frauen aus den Gemeinden des Amtes die Ausbildung zum Feuerwehranwärter.

„Der Lehrgang ist gut besetzt. Aus allen sechs Gemeinden sind Teilnehmer dabei. Und die Gruppe ist sehr engagiert“, berichtete Michael Strate (46, Heidmühlen). Positiv bewertete der verantwortliche Ausbildungsfachwart auch das wachsende Interesse der Frauen am aktiven Dienst. „Ich plädiere immer für Frauen in der Wehr. Die sind gut, und manches kann eine weibliche Hand auch besser“, erklärte er.

Ganz gleich ob Mann oder Frau, die Neuen sind beim Lernen voll bei der Sache. „Bisher hat noch niemand unentschuldigt gefehlt. Alle sind mit Diensteifer und Spaß dabei“, lobte Strate die Truppe, die in Latendorf angetreten war, um sich im Löschangriff zu üben.

Unterstützt wurden die „Azubis“ von versierten Ausbildern aus den Ortswehren. Sie helfen, wenn einmal etwas nicht so klappt, und zeigen, wie es richtig geht, wenn ein Handgriff denn so gar nicht gelingen will. Rund 100 Stunden Freizeit investieren die Kameraden im Alter zwischen 17 und 57 Jahren, um als Truppmann einsatzfähig zu werden. „Dazu kommen dann noch die Stunden, die die Teilnehmer in ihren Ortswehren absolvieren, um die eigenen Fahrzeuge und Ausrüstungen kennenzulernen. Und in diesem Jahr werden wir auch erstmals, neben der praktischen Abschlussübung, eine Theorieprüfung abnehmen“, erläuterte Michael Strate.

Unter den „Auszubildenden“ legte sich auch Meike Reh (38) aus Fehrenbötel richtig ins Zeug. Die Pflegeassistentin ist ebenso wie ihr Ricklinger Kamerad Kevin Koppelin (23, angehender Berufskraftfahrer) von der Kameradschaft in der Feuerwehr begeistert. „Es ist gut, sich in die Gemeinschaft einzubringen. Außerdem gibt es nicht so viele Freiwillige. Also muss man helfen“, erklärten die beiden zukünftigen Einsatzkräfte. Bestätigt wurde diese Ansicht auch von Luca Schlüter (18) aus Fehrenbötel, der zurzeit eine Ausbildung zum Gärtner absolviert und sich in seiner Freizeit nun gerne im Sinne des Mottos der Wehren „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ in seinem Dorf einbringen möchte.

Die große Abschlussübung für die künftigen Feuerwehrfrauen und -männer ist für den 17. Juli in Rickling angesetzt. „Das schaffen die alle“, meinte Michael Strate dazu überzeugt.

Trotzdem – auch diese 35 zukünftigen Aktiven werden als Nachfolger in den Wehren nicht ausreichen. „Boostedt ist zum Beispiel mit zehn Leuten dabei. Aber im Schnitt kommen auf jede der zehn Ortswehren nur etwa zwei Neue. Wir brauchen jedoch deutlich mehr Einsatzkräfte“, warb Strate für den Dienst in der Feuerwehr.  


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