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Holsteinischer Courier

24. Oktober 2017 | 09:56 Uhr

Bauprojekt : 330 Betonsäulen wachsen empor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gewerbepark Eichhof: Firmengebäude von Henry Kruse nimmt Gestalt an / Wirtschaftsagentur: Es gibt konkrete Anfragen nach Flächen

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2015 | 16:30 Uhr

Neumünster | Unübersehbar recken sich mächtige Betonsäulen empor, Betonmischer, Bagger und Lader fahren emsig umher, Bauarbeiter wuseln wie Miniaturfiguren zwischen den monumentalen Stelen: Der Neubau der Firma Henry Kruse im Gewerbepark Eichhof an der A 7/Abfahrt Nord nimmt deutlich Gestalt an. Erster Spatenstich war Mitte März, jetzt ist die heiße Phase für den Gebäudebau angebrochen. Das Investitionsvolumen des Pionier-Projekts im neuen Gewerbegebiet beträgt 20 Millionen Euro.

Seit Mitte Juli wachsen die Betonstützen empor, sagt Projektleiter Markus Rötschke der Baufirma Goldbeck. Sie wiegen bis zu 20 Tonnen und sind 15 Meter hoch. Wenn alle 330 Säulen stehen, folgen Deckenelemente und Wände. Zurzeit arbeiten rund 20 Mitarbeiter, überwiegend Monteure, auf der Baustelle, später werden es etwa 100 bis 130 sein, sagt der Diplom-Ingenieur. Eine Erdbaufirma verfüllt zurzeit die Stützen, eine zweite verlegt Schmutz- und Regenwasserrohre. Eine Betonfirma legt Fundamente zwischen den Stützen. Demnächst werden rund 20 Meter lange Dachbinder aus Spannbeton angeliefert, auf die ein Flachtrapezdach kommen – mit einer Photovoltaikanlage.

Mit dem Neubau wird das Traditionsunternehmen seinen Standort von Kiel-Wellsee komplett nach Neumünster verlegen – laut Firmen-Seniorchef Adolf Kruse die größte Investition der Firmengeschichte. Den Ausschlag gab die Anbindung direkt an die Autobahn und die reichlich vorhandene Fläche. Die war in Kiel nicht vorhanden. Kruse baut in Neumünster auf einem 65  000 Quadratmeter großen Areal, in Kiel waren es 15  000 Quadratmeter. Die Vergrößerung ist nötig, da die Firma sich von einem Hygiene-Großhandel zum Vollversorger entwickelt, sagt Kai Kruse, der den Firmenverbund führt, zu dem sechs Standorte in Deutschland plus weitere Niederlassungen in Polen und Dänemark gehören.

Schaut man vom Zubringer auf die Baustelle, sieht man die Frontansicht des Gebäudes – 150 Meter breit mit 19  000 Quadratmetern Lagerflächen für 22  000 Artikel der Hygiene-Großhandelsfirma. Es entsteht eine Lagerhalle mit einer Anlieferungszone, dahinter eine Kommissionierungszone, in der die Ware zusammengestellt wird, und ein Hochregal-Lager. Über der eingeschossigen Lagerhalle sind ein zweigeschossiger Verwaltungstrakt plus Schulungs- und Seminarräume untergebracht, sagt Jan Stübinger, kaufmännischer Leiter der Firma. Ebenfalls auf dem Gelände steht, wenn alles fertig ist, das Rechenzentrum der gesamten Kruse-Gruppe. Die Firma Goldbeck baut das Gebäude schlüsselfertig; Übergabe an den Bauherren soll – je nach Wetterlage im Winter – im Juli oder August 2016 sein, sagt Rötschke.

Was die Vermarktung des Gewerbeparks betrifft, gibt es noch keine neuen Namen, sagt Iris Meyer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsagentur. Nach der Präsentation der Flächen („eine Sahneschnitte so dicht an der Autobahn ist schon etwas Besonderes“) auf einer Messe seien Kontakte zu international tätigen Maklern geknüpft worden; daraufhin gab es mehrere konkrete Anfragen bei der Stadt. Iris Meyer: „Zurzeit sind wir mit einem Unternehmen speziell im Gespräch; es fehlt noch ein Gutachten. Ich bin zuversichtlich, dass es zu einem Abschluss kommt.“ Der Name des Unternehmens und die Größe der Fläche dürften noch nicht genannt werden. Beim städtischen Projekt Autohof stehe der Betreiber nicht fest.

Die Anbindung an den Autobahnzubringer ist fast fertig und wird vermutlich Anfang September freigeben. Jan Stübinger: „Darauf warten wir sehnsüchtig, damit unsere Baustellen-Laster nicht zur Rendsburger Straße rausfahren müssen.“

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