zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 20:58 Uhr

Feuer : 30 Menschen konnten sich retten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Feuer in der Feldstraße war wohl Brandstiftung. Polizei sieht keinen Hinweis auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund.

Neumünster | Ein Feuer in dem viergeschossigen Mehrfamilienhaus an der Feldstraße 2 hätte auch schlimm ausgehen können. Als Polizei und Feuerwehr dort gestern kurz nach Mitternacht eintrafen, war der Flur im Erdgeschoss schon stark verraucht. Die Türzarge, die Holzverkleidung des Kellerabgangs und Teile der hölzernen Treppe standen in Flammen. Nach Angaben der Polizei waren 30 Menschen im Haus, die sich ins Freie retten konnten.

Die mit einem Löschzug und einem Rettungswagen ausgerückte Berufsfeuerwehr hatte den Brand schnell im Griff. Schon um 0.13 Uhr war das Feuer gelöscht, sodass die ebenfalls in Alarmbereitschaft versetzten Freiwilligen Wehren Brachenfeld und Stadtmitte nicht mehr ausrücken mussten.

Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen vor Ort. Noch am Brandort wurden die Beamten auf zwei verdächtige Männer aufmerksam gemacht. Die beiden Deutschen, ein 42-Jähriger und ein 44-Jähriger aus Neumünster, wurden vorläufig festgenommen. Der Tatverdacht erhärtete sich jedoch nicht, sodass beide am Nachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt wurden.

In dem Haus leben überwiegend Ausländer aus Rumänien und Bulgarien. „Hinweise auf einen fremdenfeindlichen oder politisch motivierten Hintergrund haben sich bislang nicht ergeben“, sagte Polizeisprecher Rainer Wetzel. Am Vormittag hatten Brandermittler des Landeskriminalamtes auch mit einem Spürhund den Tatort untersucht. Brandbeschleuniger wie Benzin war demnach nicht im Spiel. Einen technischen Defekt schloss die Polizei ebenfalls recht schnell aus. Im Laufe des Tages ergaben die Ermittlungen aber, dass offenbar im Treppenhaus Gegenstände in Brand gesetzt worden. Darum geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Die Kripo schätzt den Schaden auf mehrere 10  000 Euro. Das Gebäude ist inzwischen wieder freigegeben, die Bewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter Tel. 94  50 zu melden.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 10.Feb.2016 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert