zur Navigation springen

Sozialverband : 290.000 Euro Nachzahlungen erstritten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Sozialverband wächst weiter und holt für seine Mitglieder viel Geld heraus

Neumünster | Nur wenige Vereine und Verbände können eine stetig wachsende Mitgliederzahl vorweisen. Der Ortsverband Neumünster des Sozialverbandes Deutschland (SOVD) gehört eindeutig dazu. „In den letzten beiden Jahren haben wir 818 neue Mitglieder aufgenommen. 246 sind aus dem Verband ausgetreten, und 102 Mitglieder sind verstorben. Nominal ist das ein Zuwachs von 470 Mitgliedern“, berichtete die Vorsitzende Astrid Abandowitz am Sonnabend vor 150 Gästen auf der Jahresversammlung im Kiek In. „Mit 3664 Mitgliedern bleiben wir der größte Ortsverband mit der besten Entwicklung im Landesverband Schleswig-Holstein und der zweitgrößte in ganz Deutschland“, betonte sie.

Dies sei auf der einen Seite erfreulich, zeige aber auch, dass sich immer mehr Menschen hilflos gegenüber der komplizierten Sozialgesetzgebung fühlten und deshalb Beratung beim SOVD suchten, so Astrid Abandowitz.

Zahlreiche ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter stehen den Mitgliedern während der Sprechstunden zur Seite. „In den vergangenen zwei Jahren haben wir in Vollmacht 463 Anträge gestellt, 230 Widersprüche eingelegt und 18 Klagen eingereicht“, sagte sie. Man habe für seine Mitglieder mehr als 290 000 Euro an Nachzahlungen und fast 118 000 Euro an monatlichen Zahlungen erstritten. Schwerpunkte liegen im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen und im Rentenrecht. Hier sei eine Verschärfung der Gesetze spürbar.

Das bestätigte Bernd Delfs. Der stellvertretende Stadtpräsident dankte den ehrenamtlichen Helfern für ihr großes Engagement. „Sie helfen in sozialrechtlichen Dingen, das Wohlergehen der Menschen liegt Ihnen dabei besonders am Herzen“, sagte er. „16 Prozent der Neumünsteraner sind von Armut bedroht. Viele Probleme kommen im Alter. Wir müssen ehrlich sein: Nicht alles, was wir uns wünschen, ist finanzierbar. Es darf aber nicht zu einer Neidgesellschaft kommen. Flüchtlinge, die dauerhaft bleiben und sich integrieren, brauchen wir. Der SOVD ist ein sehr wichtiger Gesprächspartner für die Stadt“, betonte Delfs.

Die Wahlen gingen ebenso schnell wie einstimmig über die Bühne. Sämtliche Amtsinhaber wurden für zwei Jahre wiedergewählt: Vorsitzende Astrid Abandowitz, 2. Vorsitzende Helga Meissner, 1. Schatzmeister Fred Inselmann, 2. Schatzmeister Horst Kähler, Schriftführer Peter Kammhoff, Beisitzer Brigitte Grams, Sabine Fohrt, Sabine Grams, Gerd Döding, Hans-Georg Stanull und Silke Brügmann.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert