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Energieberatung : 260 Stromspar-Checks in zwei Jahren

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Nachfrage nach Beratung für einkommensschwache Familien steigt. Die Stadtwerke informierten beim Informationstag über Energiefresser.

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erstellt am 14.Jun.2017 | 08:30 Uhr

Neumünster | Für viele Haushalte kommt das dicke Ende oft mit der Jahresabrechnung des Stromanbieters. Doch damit erst gar keine hohen Nachzahlungen fällig werden, bietet die Diakonie Altholstein seit knapp zwei Jahren gemeinsam mit dem Jobcenter, den Stadtwerken (SWN) und der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) einen kostenlosen Stromspar-Check für einkommensschwache Familien an. Gestern fand im Kundenzentrum der Stadtwerke am Kuhberg ein Informationstag zum Thema „Energiefresser im Haushalt“ statt, bei dem die Besucher eine Beratung im eigenen Haushalt vereinbaren konnten.

„Das Projekt ist vor zwei Jahren gestartet und entwickelt sich stetig weiter. Momentan brummt es richtig“, sagte Frank Wede, Leiter des Privatkundenvertriebs der Stadtwerke. 260 Haushalte haben die Stromsparhelfer seit Beginn der Aktion besucht, und die Nachfrage steigt weiter.

Im SWN-Kundenzentrum zeigten die Mitarbeiter den Besuchern, welche Geräte sich als Energiefresser entpuppen und mit welchen Tricks bares Geld gespart werden kann – beispielsweise durch den Einsatz von LED-Glühbirnen, Steckdosenleisten und Wasserperlatoren. Bei den Beratungsterminen zu Hause machen sich die Helfer dann mit den Kunden gemeinsam auf die Suche nach Problemquellen und erklären, wie der Energieverbrauch gesenkt werden kann. So werden beispielsweise alte Glühbirnen gegen LED-Lampen getauscht oder Durchflussbegrenzer für die Dusche eingebaut. Auch Fernseher, Kühl- oder Gefrierschränke kommen auf den Prüfstand. „Eine vierköpfige Familie kann bis zu 500 Euro pro Jahr sparen, wenn sie alle Tipps befolgt“, erklärte Stromsparhelfer Stefan Saggau.

SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt zeigte sich überzeugt, dass es in nahezu jedem Haushalt Handlungsbedarf gibt: „Gegen steigende Strompreise können wir nichts tun, aber wir haben vieles selbst in der Hand.“ Ähnlich sieht es auch Frank Wede: „Es sind ganz oft die einfachen Dinge, an denen man arbeiten kann. Wichtig ist, sich bereits im Vorwege mit dem Thema auseinanderzusetzen – und nicht erst dann, wenn die dicke Rechnung kommt.“

Familien, die beispielsweise Arbeitslosengeld II beziehen, können eine kostenlose Beratung im eigenen Haushalt vereinbaren. Terminabsprachen sind bei der Diakonie unter Tel. 25  05  84 oder per E-Mail unter ssc-nms@diakonie-altholstein.de möglich.

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